Kunden und Märkte

Der Vertrieb von Messer ist auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Kleinere Kunden werden häufig über lokale Vertriebspartner betreut, während intensivere Partnerschaften mit mittelständischen Kunden durch den lokalen Vertrieb aufgebaut und persönlich betreut werden. Internationale Kunden, die komplexe Bedürfnisse und Anforderungen über mehrere Länder hinweg und einen internationalen Ansatz beim Einkauf und/oder in der Produktionstechnik haben, werden durch ein international tätiges Key Account Management-Team gepflegt, um unter anderem das Potenzial für eine positive Geschäftsentwicklung optimal nutzen zu können.

Messer legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Gewinnung von Kunden für Flaschengase. Der Flaschengasebereich wurde seit 2013 forciert ausgebaut und Erfahrungen innerhalb der Messer Gruppe stärker ausgetauscht. Messer empfindet sich in diesem Bereich kundennäher als seine Wettbewerber. 

In China liegt das Augenmerk weiterhin auf dem Geschäft mit Flüssiggasen, gleichwohl auch hier das Flaschengeschäft, vor allem im Spezialgasebereich, und hier besonders der Vertrieb von Lachgas, ausgebaut wurde. In Vietnam steht der Absatz von Flüssiggasen ebenfalls im Fokus, vor allem, um die geplante neue Luftzerlegungsanlage in Dung Quat zukünftig zügig auszulasten. Um das Wachstum in Asien generell weiter zu erhöhen, wurde in Singapur ein Büro eröffnet. Von dort wird die Geschäftsentwicklung in Thailand, Indonesien, Malaysia und weiteren ASEAN-Staaten betrieben. 

Kundenzufriedenheit

Die Kundenzufriedenheit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Messer Group. Durch die Messung der Kundenzufriedenheit können die erbrachten Leistungen kontrolliert und die Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen überprüft werden. Hierdurch lässt sich die Zufriedenheit der Kunden und langfristig auch der Unternehmenserfolg der Messer Gruppe kontinuierlich steigern. In 2017 wurden mehr als 14.000 Kunden von Messer in Ländern über ihre Zufriedenheit mit den erhaltenen Leistungen befragt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 57 %. Die Quote der Kunden, die den Fragebogen komplett ausgefüllt haben, sank gegenüber dem Vorjahr (10,9 %) auf 6,4 %. Insgesamt waren es exakt 879 Kunden. Die Anzahl der Kunden, die den Fragebogen teilweise ausfüllten, sank ebenfalls von 478 auf 447 Kunden. Auf einer Skala von 1 für sehr unzufrieden bis 10 für sehr zufrieden schneidet Messer in Europa mit ihrer Gesamtleistung insgesamt mit einer Note von 8,49 ab. Dies ist eine leichte Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr, wo in der Zusammenfassung der Länder eine Zufriedenheit mit der allgemeinen Leistung von 8,51 erreicht wurde.  Der Online-Fragebogen zur allgemeinen Kundenzufriedenheit umfasst zwischen neun und 21 Fragen. Um die Zufriedenheit zu messen wird analysiert, ob die Kunden mit den Leistungen allgemein zufrieden sind, ob die Kunden einen Vorteil darin sehen, von Messer beliefert zu werden, und ob sie bereit sind Messer weiterzuempfehlen. Der Fokus des Fragebogens wird dabei auf die Wichtigkeit von 15 Dienstleistungen gesetzt, deren Leistung durch Messer anschließend von den Kunden auch beurteilt wird. 

Die Ergebnisse für die Gesamtzufriedenheit sollten nicht untereinander verglichen werden, da die Mentalität in den einzelnen Ländern zur Beurteilung der Zufriedenheit unterschiedlich ist. Durch die regelmäßige Durchführung der Kundenzufriedenheitsanalysen wird aber sichergestellt, dass die Zufriedenheit innerhalb eines Landes verglichen werden kann. Daher sollten die Kundenzufriedenheitsanalysen in jeder Landesgesellschaft von Messer alle zwei Jahre wiederholt werden.  

In den Messer-Gesellschaften in Frankreich, Österreich, Bulgarien, Rumänien, den Niederlanden und der Slowakei wurde die Umfrage wiederholt. Mit Ausnahme von Frankreich, wo die allgemeine Zufriedenheit leicht von 7,7 auf 7,4 sank, konnte in den anderen Ländern die allgemeine Zufriedenheit auf einem hohen Niveau gehalten oder sogar verbessert werden. Die französischen Kunden beurteilten die Erreichbarkeit, die Qualität der Gase und der Verpackung als sehr gut, identifizierten allerdings Verbesserungspotenzial in der Rechnungsübersicht und in der Pünktlichkeit der Lieferung.

In Österreich konnte mit einer Note von 9,1 das hohe Niveau der allgemeinen Zufriedenheit aus der Vergangenheit gehalten werden. Dabei wurden die Qualität der Gase, das Verhalten der Transportmitarbeiter und die Bestellannahme sehr positiv bewertet, wogegen das Interesse an und auch die Beurteilung der Online-Dienste deutlich schwächer ausfielen.

Auch in Bulgarien waren die Kunden in 2017 sehr zufrieden mit der Gesamtleistung, die mit einer Beurteilung von 9,4 in 2017 das höchste Niveau erzielt. In 2015 lag die allgemeine Zufriedenheit noch bei einem Wert von 8,9. Die eingehaltenen Sicherheitsstandards, die Qualität der Gase und das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden sehr positiv bewertet. Die Qualität der mitgelieferten Datenblätter und Broschüren sollte hingegen verbessert werden.

In Rumänien konnte die Zufriedenheit der Kunden von 8,8 auf 8,9 gesteigert werden. Die Kunden bewerteten die Qualität der Gase und die allgemeinen Leistungen als sehr gut, wobei die Abwicklung des Geschäftes mit den Gase Centern verbessert werden sollte.

Eine leichte Verbesserung der Zufriedenheit erzielten auch die Leistungen in den Niederlanden. In der letzten Umfrage aus dem Jahr 2014 wurde eine Bewertung von 7,7 erzielt, in 2017 stieg die Zufriedenheit auf 8,1. Dabei wurde die Umfrage an Neu-Kunden gerichtet, die in der Vergangenheit Gase bei Wettbewerbern bezogen haben. Die Lieferzeiten und Vollständigkeit der Lieferungen konnten eingehalten werden und wurden sehr gut bewertet, wogegen die Erreichbarkeit des Innen- und Außendienstes weiter verbessert werden sollte. 

In der Slowakei wurde die Gesamtleistung wiederum mit einer sehr hohen Zufriedenheit von 8,9 bewertet, diese konnte gegenüber der Beurteilung aus dem Jahr 2015 weiter verbessert werden (8,3). Die Kunden wurden bei der Umfrage nach der Zufriedenheit der Bestellannahme und Transportleistung befragt. Das Ergebnis viel sehr positiv aus, insbesondere bei der Vollständigkeit der Lieferung und der Erreichbarkeit der Verkaufsstelle. 

Neben der Kundenzufriedenheit wurde auch die Zufriedenheit der Gase Center abgefragt. Gase Center sind externe Gesellschaften, die in unserem Namen in definierten Regionen Industriegase an unsere Kunden verkaufen. Die Zusammenarbeit mit den Gase Centern ist sehr wichtig, da die Gase Center den direkten Kontakt zu unseren Kunden in den Regionen pflegen. Erstmals haben wir die Zufriedenheit unserer Zusammenarbeit mit den Gase Centern in Frankreich abgefragt. In Spanien wird diese Umfrage schon seit einigen Jahren durchgeführt. Insgesamt wurden 292 Gase Center angeschrieben, 43 haben den Fragebogen vollständig und 13 teilweise ausgefüllt. 

Der Online-Fragebogen umfasste insgesamt neun Fragen. Dabei wurde neben der allgemeinen Zufriedenheit auch die Servicequalität der verschiedenen Abteilungen von Messer durch das Gase Center beurteilt. 

Die allgemeine Zufriedenheit der Gase Center lag in Frankreich in 2017 bei der erstmals durchgeführten Umfrage bei 7,0. Positiv wurden die Erreichbarkeit, die Besuchshäufigkeit und Qualität des Gase Center-Beraters sowie das Auftreten des Fahrers beurteilt. Verbesserungspotenzial sehen die Gase Center in Frankreich insbesondere bei der Pünktlichkeit und Vollständigkeit von Belieferungen. 

In Spanien konnte die allgemeine Zufriedenheit von 6,6 aus dem Jahr 2016 auf 7,6 in 2017 gesteigert werden. Während die Qualität der Gase und auch die Einhaltung der Sicherheitsstandards sehr positiv bewertet wurden, beklagen sich die Gase Center über mangelnde Pünktlichkeit und Vollständigkeit von Belieferungen sowie über die Qualität der Gasflaschen und Ventile.  

Internationales Key Account Management

Immer mehr internationale Großkonzerne und Mittelständler konzentrieren und steuern ihre Einkaufsorganisationen zentral. In der Regel verantwortet dann eine Person oder ein Team den Einkaufsprozess für mehrere Landesgesellschaften. Ein solches System verlangt auf Lieferantenseite eine ähnliche Struktur, in der ein Ansprechpartner alle Erfordernisse des Kunden klärt und kommuniziert.

Das International Key Account Management (IKAM) geht genau auf diese Kundenbedürfnisse ein und entwickelt, in enger Zusammenarbeit mit dem regionalen Vertrieb und den zentralen Funktionen, diese Kunden im Einklang mit den Landesstrategien. 

Diese Aufgabe wird unterschiedlich entsprechend des jeweiligen Kundenfalls umgesetzt. Ein Vertriebskollege aus einer Landesgesellschaft, der als „International Key Account Manager“ das Geschäft bei einem ihm bestens vertrauten Schlüsselkunden international für die Gruppe ausbauen soll, bekommt von IKAM eine professionelle und zuverlässige Unterstützung. Die Geschäftsbeziehung mit einem internationalen Kunden, der von IKAM direkt geführt wird, wird von einem internationalen Team, bestehend aus Vertriebskollegen aller relevanten Landesgesellschaften unter der Leitung des verantwortlichen IKAM, optimal weiterentwickelt.

Darüber hinaus koordiniert IKAM das internationale Key-Account-Team, in dem Key-Account-Manager der Landesgesellschaften Informationen, Erfahrungen und Strategien über ihre gemeinsamen Kunden austauschen und die Vorgehensweisen am Markt bzw. beim Kunden gegenseitig abstimmen. Bei Kontakten zu internationalen Großkunden koordiniert IKAM nach Bedarf Vertragsverhandlungen und Ausschreibungen. IKAM unterstützt weiterhin die Vertriebsaktivitäten bei allen international agierenden Kunden der Landesgesellschaften von Messer Group.

Digitaler Kundenservice

Messer hat eine Reihe von digitalen Diensten für Kunden entwickelt, um die Suche nach Produktinformationen zu erleichtern, den Kundenkontakt möglichst papierlos zu gestalten und Gasebestellungen einfacher zu machen. Diese E-Services sind über unsere Webseiten, Kundenportale oder Apps verfügbar. Gerade mit diesen möchte Messer Interessenten und Kunden ermöglichen, zügig die richtigen Antworten rund um Fragen zu Gasen zu finden.

Wir bieten technische und Sicherheitsinformationen in Bezug auf Produkte, Gaseanwendungsinformationen, Rechner zur Abschätzung der Auswirkung von Gasen auf die Prozesse unserer Kunden sowie allgemeine Sicherheitshinweise.

Wir bieten unseren Kunden auch administrative Dienstleistungen wie unter anderem die Online-Aktualisierung ihres Kundenprofils, die Online-Nachbestellung von Gasen (E-Order) oder das Rechnungsportal für papierlose Rechnungen (E-Invoice). Mit Großkunden betreiben wir auch einen elektronischen Datenaustausch.  In manchen Landesgesellschaften wie zum Beispiel in Serbien oder Bulgarien unterhält Messer außerdem einen Online-Shop. 

Weitere Dienstleistungen im Bereich Gas-Management sind die Online-Überwachung von Tank und Gasflaschenbündeln (E-Monitoring), die digitale Überwachung von Flaschenbeständen (E-Cylinder-Management). Für Kunden von Spezialgasen halten wir ein eigenes Kundenportal (myLab) bereit, in dem unter anderem Zertifikate hinterlegt sind.

Ausgewählte Projekte mit unseren Gasen in Flaschen

Schweiz: Immer mehr Dreifachsparer

Die Umstellung bestehender Kunden auf unsere Dreistoffgemische – das war Schwerpunkt des ersten Teils der Dreifachsparer-Kampagne bei Messer Schweiz. Es gelang uns, Kundenbeziehungen weiter zu stärken und einem Wechsel von Kunden zum Wettbewerb entgegenzuwirken. Im zweiten Teil lag der Fokus auf der Gewinnung von Neukunden. Unterstützt wurde die Kampagne durch unsere Internetseite www.Dreifachsparer.ch, Artikel in der Fachpresse sowie eine Infobroschüre. Die größten Erfolge erzielte Messer, wenn es gelang, beim Kunden eine Demonstration oder Tests mit den Dreistoffgemischen durchzuführen. 

Die Dreifachsparer der Firma Bator Industrietore AG: Peter von Mühlenen und Zeljko Zekovic

Frankreich: Mehr Flaschengase für den Bierdurst

Im April 2017 startete Messer France eine landesweite Marketingkampagne für Brauereien. Hintergrund: Der französische Biermarkt wuchs seit 2010 um 30 %, bis 2019 wird eine vergleichbare Weiterentwicklung erwartet. Um am Wachstum zu partizipieren, setzte Messer unter anderem auf spezielle Kommunikations- und Vertriebswerkzeuge. Dazu gehören eine Fachbroschüre und Flyer sowie Anzeigen in Fachzeitungen. Das branchenspezifische Angebot von Messer besteht aus drei Verkaufspaketen, die neben dem CO2 auch die dazugehörige Hardware beinhalten. Erfolg der Vertriebsoffensive: In weniger als drei Monaten besuchte unser Vertrieb 144 Brauereien und erschloss dabei ein erhebliches Geschäftspotenzial.

Tschechien: Laboranlage für Škoda

800 Meter Edelstahl-Rohrleitung, 99 Entnahmestellen und die passenden Entspannungsstationen wurden für die Gaseversorgungsanlage benötigt, die Messer 2017 bei Škoda in Mladá Boleslav installiert hat. Sie ist Teil des neuen Prüflabors, das der Autohersteller für die Entwicklung von Antrieben und zur Qualitätskontrolle errichtet hat. Die Anlage stellt den Prüftechnikern rund 30 verschiedene, genau definierte Gasmischungen sowie Reinstgase zur Verfügung. Das Labor gilt als eines der modernsten seiner Art in Mitteleuropa.

Schweiz: Alles fürs Blech

Die Merki + Hitz AG in Siggenthal bearbeitet Bleche mit modernen Maschinen und verfügt über eine eigene Schweißerei sowie eine Montageabteilung. Dort entstehen unter anderem komplette Gehäuse und Apparate aus Flachmetall. Das von Thomas Merki in zweiter Generation geführte Familienunternehmen verwendet zahlreiche manuelle Schweißverfahren, verfügt aber auch über Punkt und Bolzenschweißanlagen, diverse Abkantpressen sowie Laser- und Wasserstrahl-Schneidanlagen. Zum Schweißen und Schneiden bekommt Merki + Hitz von Messer Schweißargon und Ferroline C6 X1 in Flaschen sowie flüssigen Stickstoff und Sauerstoff aus dem Tank.

Filigrane Schweißarbeit bei Merki + Hitz

Polen: Kanone gegen Hagel

Hagelschutzkanonen schießen eine energiereiche und hochtourige Stoßwelle in die Wolken, und diese verhindert dort die Bildung von Hagelkörnern. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Antihagel-Kanone der Blumengärtnerei Specjalistyczne Gospodarstwo Ogrodnicze Marek Dzida in Goczałkowice-Zdrój. Sie schützt die ausgedehnten Felder und Glashäuser des Unternehmens vor Hagelschauern, die wegen des Klimawandels immer häufiger vorkommen. Um die Stoßwellen zu erzeugen, wird eine kleine Menge des Schweißgases Acetylen in der trichterförmigen Kanone zur Explosion gebracht. Das Gas kommt von Messer.

Schäden durch Hagelschlag sollen mit Hilfe der Antihagel-Kanone verhindert werden.

Ungarn: Schiffe reparieren

Seit 171 Jahren bietet die Balatoni Hajózási Zrt. die Plattensee-Schifffahrtsgesellschaft – bereits ihre Fahrdienste auf dem ungarischen Meer an. Sie besitzt unter anderem 24 Ausflugsschiffe sowie vier Fähren, die Nord- und Südufer des langgestreckten Sees miteinander verbinden. Im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft insgesamt mehr als 1,7 Millionen Fahrgäste befördert. Außerdem betreibt sie die öffentlichen Häfen am Balaton. Für die Instandhaltung der Hafenanlagen und der Schiffe nutzt sie Gase von Messer. Zum Schweißen werden hauptsächlich Ferroline und Argon, fürs Plasmaschneiden Stickstoff und Sauerstoff verwendet. Letzteres kommt auch beim Brennschneiden zum Einsatz.

Portugal: Schweißgase für den Kesselbau

Martin Caldeiras, ein Tochterunternehmen der deutschen Martin GmbH für Umwelt- und Energietechnik, produziert Ersatzteile für die Kessel von Abfallverbrennungsanlagen. Außerdem werden im Werk in Caldas da Rainha, das 2017 eröffnet wurde, Beschichtungen durchgeführt und Servicearbeiten für die Instandhaltung angeboten. Messer liefert dem Unternehmen Argon, Ferroline und Inoxline zum Schutzgasschweißen. Auch die Schweizer Tochtergesellschaft Martin AG bezieht ihre Schweißgase von Messer.

China: Lachgas für Starbucks

Starbucks in China nutzt Lachgas von Messer, um den Schlag in die -sahne zu befördern. Statt minutenlangem Rühren genügt ein kurzer Gasstoß, um das flüssige Milchprodukt in eine luftig-cremige Masse zu verwandeln. Zudem wirken die entstandenen Bläschen aufgrund ihrer Größe geschmacksverstärkend. Deshalb wird das Gas in der Lebensmittelindustrie oft zum Aufschäumen von Flüssigkeiten und Emulsionen verwendet. Beim amerikanischen Kaffeeriesen macht es Sorten wie Mocha, Con Panna und Frappuccino besonders sahnig. Starbucks betreibt in China rund 2.600 Cafés. Für die Läden in Shanghai hat Messer eigens eine wiederbefüllbare Lachgas-Druckflasche entwickelt. Sie enthält im Vergleich zu den bisher verwendeten Wegwerf-Dosen die 250-fache Menge des Gases und muss dementsprechend viel seltener ausgewechselt werden.

Shelly Zhao (links) und Shally Xia von Messer in China genießen bei Starbucks einen Frappuccino.

Ungarn: Stickstoff schützt Pflanzenschutzmittel

Viele flüssige Pflanzenschutzmittel reagieren mit Sauerstoff. Um diese unerwünschte Verbindung auszuschließen, verwendet Farmmix bei der Abfüllung solcher Mittel Stickstoff von Messer. Das Großhandelsunternehmen für Landwirtschaftsbedarf betreibt eigene Abfüllanlagen an mehreren Standorten in Ungarn. Durch Einleiten des Gases wird der Luftsauerstoff nach dem Füllen aus den Gebinden verdrängt. Nach Verschluss des vollen Behälters füllt das inerte Gas den Kopfraum aus und schützt so nicht nur den Inhalt, sondern auch dessen Kunststoffmaterial vor unerwünschten chemischen Reaktionen. Außerdem verhindert es auch den Druckabfall im Behälter, der bei einer Sauerstoffreaktion auftreten würde.

Rumänien: Überall sauberes Wasser

Outdoor ist ein Megatrend – Google meldet weit über zwei Milliarden Treffer, wenn man den Begriff eingibt. Der Mensch will raus. Und immer mehr Menschen wollen dorthin, wo es weder Strom noch sauberes Wasser gibt. Oder wo man das Wasser aus dem Hahn besser nicht trinkt. Die schweizerische Katadyn Group hat sich auf die Herstellung unterschiedlicher Wasseraufbereitungssysteme spezialisiert. Die größeren dienen zum Beispiel für die Notversorgung in Katastrophengebieten, die kleinsten Geräte passen in den Trekking-Rucksack und spenden dem Wanderer überall unbedenkliche Erfrischung. Katadyn produziert unter anderem im rumänischen Brașov. Für die Schneid- und Schweißarbeiten verwendet man dort Sauerstoff, Stickstoff und Argon von Messer.

Wasseraufbereitungssysteme von Katadyn passen in den Trekking-Rucksack und spenden dem Wanderer überall unbedenkliche Erfrischung.

Rumänien: Autoklassiker

Ursprünglich war das Oldtimer-Studio in Moara Vlăsiei eine Werkstatt, in der Freunde zusammenkamen, um ihre eigenen Autoklassiker aufzubereiten und zu reparieren. Aus der Freude am gemeinsamen Schrauben und an der Schönheit der historischen Fahrzeuge entstand ein hochprofessionelles Unternehmen, das bald über die Grenzen Rumäniens hinaus bekannt wurde. Die Oldtimer-Spezialisten nutzen bei ihrer Restaurationsarbeit Gase von Messer, darunter Ferroline C18, Acetylen, Sauerstoff, CO2 und Argon 4.8. zum Schweißen und Schneiden.

Deutschland: Bier-Pipeline für Heavy-Metal-Fans

Auf dem größten Metal-Festival der Welt, dem „Wacken Open Air“ (W:O:A), gibt es jedes Jahr viele (Bier-)durstige Kehlen. Für die jüngste Ausgabe, die im August 2017 stattfand, wurde deshalb erstmals eine unterirdische Bier-Pipeline verlegt. Sieben Kilometer lang versorgte sie rund 75.000 „Headbanger“ mit über 400.000 Litern Gerstensaft. Die Pipeline wurde von 25.000-Liter-Biertrucks gespeist. Direkt an den Trucks waren unsere CO2-Mega-Pack-Flaschenbündel der Marke Gourmet angeschlossen. Sie sorgten über Highspeed-Zapfhähne dafür, dass alle sechs Sekunden sechs Biere gezapft werden konnten.

Spanien: Schweißroboter und Formenprüfung

Gedia España fertigt in Santa Margarida i els Monjos nahe Barcelona Stoßdämpfer, Stoßstangen, Armaturenbretter und weitere Bauteile für die Automobilindustrie, die in Spanien gegenwärtig gute Wachstumsraten verzeichnet. Messer liefert Argon, Ferroline, Inoxline und Kohlendioxid für die Schweißroboter sowie Flüssigstickstoff für die Prüfung der Gussformen.

Bosnien-Herzegowina: Messer-Logo ganz weit oben

So nah war unser Firmenlogo dem Weltall noch nie: Messer BH Gas unterstützte ein junges Team von Enthusiasten, das sich die Frage stellte: Wie weit kann sich ein mit Helium befüllter HAB (High Altitude Balloon), ein Ballon für größte Flughöhen, von der Erde entfernen und von dort aus Fotos liefern? Unsere Gesellschaft in Bosnien-Herzegowina sponserte das benötigte Helium, das den mit vier Kameras ausgestatteten HAB auf eine Höhe von 33,4 Kilometern trug. Der Flug startete auf dem Berg Trebević in der Nähe von Sarajevo und dauerte 158 Minuten. Die mitgeführte Tragebox, die die Kameras enthielt und ein Messer-Logo trug, wurde später 47 Kilometer Luftlinie vom Startpunkt entfernt gefunden. Lohn der Mühen: Beeindruckende Foto- und Video-Aufnahmen.

Gase und Anwendungen für alle Industriebranchen

Frankreich: ENGIE und Messer für nachhaltigen Güterkraftverkehr

Anlässlich der Eröffnung einer ENGIE-Tankstelle in La Courneuve im April 2017, gaben die ENGIE-Tochtergesellschaft GNVERT, die sich auf die Distribution von alternativen Kraftstoffen spezialisiert hat, und Messer ihre künftige Zusammenarbeit bekannt. Im Rahmen der Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen umweltfreundliche Lösungen für Kühltransporte entwickeln. Messer betreibt an der neuen ENGIE-Tankstelle in La Courneuve eine Flüssigstickstoff-Tankanlage für Lkw, Transporter und Sattelzüge, die mit einem kryotechnischen Kühlaggregat ausgestattet sind. Die mit Flüssigstickstoff betriebenen Kühlaggregate sind eine innovative, leistungsfähige Lösung, die den neuen Anforderungen im städtischen Güterverkehr gerecht wird. Dieser ist insbesondere in den Innenstädten zunehmend für Luftverschmutzung und Lärmbelästigung verantwortlich. Die auf Flüssigstickstoff basierte Kältetechnik ist geräuschlos und umweltfreundlich, weil sie frei von Feinstaub-, Stickoxid- und CO2-Emissionen ist. Daher bietet sie der Logistikbranche die Möglichkeit, Warenlieferungen ohne Belästigung der Anwohner, ohne Umweltbelastung und ohne Unterbrechung der Kühlkette auch nachts durchzuführen. In Verbindung mit Fahrzeugen, die mit Erdgas oder Biogas betrieben werden, stellen kryotechnische Kühlaggregate für das Transportgewerbe im städtischen Bereich eine Alternative zum Dieselaggregat dar. Den Planungen zufolge soll dieses Modell auf viele weitere ENGIE-Tankstellen übertragen werden. 

Ende Juli 2017 konnten wir im französischen La Courneuve die erste EcoLIN-Tankstelle für flüssigen Stickstoff erfolgreich zertifizieren. Im Vorfeld wurden dafür neun Monate in die Planung und Konstruktion sowie für Tests der Anlage investiert. Die Zertifizierung erfolgte gemäß MID (Measuring Instruments Directive). Diese Messgeräterichtlinie kommt innerhalb der EU zum Einsatz, wenn Messgeräte – hier ein Durchflussmesser für flüssigen Stickstoff – sowie deren Messergebnisse zur Rechnungstellung an Kunden herangezogen werden. 

Der Großmarkt in Rungis, im Süden von Paris, wird täglich von mehr als 26.000 Lkw angesteuert. Ein Großteil davon sind Kühl-Lkw, die vornehmlich Paris und die Umgebung beliefern. Angesichts des ab dem Jahr 2020 beschlossenen Fahrverbotes für Dieselfahrzeuge in Paris sind hier viele Transportfirmen an alternativen Lösungen interessiert, um ihr Geschäft zu sichern. Messer ist mit einer Demo-Station auf dem Gelände von Rungis präsent und unterstützt die ersten Unternehmen beim Test dieser alternativen Kühltechnologie. Da der Straßenverkehr in Paris, wie auch in allen anderen Ballungszentren, eine dominierende Lärmquelle ist, und sich Menschen generell davon gestört fühlen, kommt dieses Projekt den Anwohnern am Großmarkt und auch denen an Einfallstraßen mit höherer Verkehrsdichte durch die Senkung von Geräuschemissionen zugute. 

Messer betreibt an der neuen ENGIE-Tankstelle eine Flüssigstickstoff-Tankanlage für Lastkraftwagen, die mit einem kryotechnischen Kühlaggregat ausgestattet sind.

Spanien: EcoLIN-Markteinführung 

Auf der internationalen Chemiemesse „Expoquimia“ in Barcelona präsentierten wir Anfang Oktober 2017 unser EcoLIN-Projekt. Im Ausstellungsbereich „Smart Chemistry – Smart Future“, der unter der Leitung des Spanischen Wirtschaftsverbandes der Chemischen Industrie (FEIQUE) steht, hatte zum Ziel, die Vorteile von EcoLIN auf dem spanischen Markt bekannt zu machen. Hintergrund: Innerhalb des C40-Klimaschutz-Netzwerkes haben sich mehrere Großstädte – darunter auch Madrid – dazu verpflichtet, die Treibhausgasemissionen zu senken. Ab 2025 wird Madrid den Verkehr von Dieselfahrzeugen im Innenstadtbereich komplett verbieten.

Spanien: Sauerstoff für effizienteren Guss

Die Gießerei Funosa in Ódena, eine der größten in Spanien, hat 2017 die Oxijet-Technologie von Messer in ihrer Produktion eingeführt. Zuvor war 2016 eine Probephase erfolgreich abgeschlossen worden. Beim Oxijet-Verfahren wird Sauerstoff in den Ofen geblasen. Dadurch steigt die Prozesstemperatur, was den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduziert und die Effizienz des Schmelzofens erhöht. Messer hat die erforderliche Ausrüstung installiert und liefert den Flüssigsauerstoff. Funosa stellt Grau- und Sphärogussteile mit einem Gewicht von wenigen Gramm bis 100 Kilogramm für Kunden aus unterschiedlichen Industriebranchen her.

Durch das Oxijet-Verfahren wird der Verbrauch fossiler Brennstoffe reduziert und die Effizienz von Schmelzöfen erhöht.

Tschechien: Tiefkalte Zinkentgratung

Die Gießerei Beneš a Lát nutzt seit vergangenem Dezember als erstes Unternehmen in Tschechien ein kryogenes Verfahren zur Entgratung von Zink-Druckgussteilen und verwendet dafür Flüssigstickstoff von Messer. Die Produkte sind hauptsächlich für die Automobil- und die Elektronikindustrie bestimmt.

Deutschland: Stickstoffmonoxid-Therapie

Messer bietet zusammen mit SALVIA medical, Spezialist für die Herstellung und den Service von Beatmungsgeräten, ein Dienstleistungspaket für die Therapie mit inhalativem Stickstoffmonoxid (NO) als Arzneimittel an. Die NO-Therapie wird in der Intensivmedizin in Verbindung mit klinischer Beatmung eingesetzt. Dabei werden spezielle Dosier- und Überwachungsgeräte verwendet.

Slowakei: Stickstoff bannt Explosionsgefahr in Ethylenanlage

Messer hat die Ölgesellschaft Slovnaft im vergangenen Herbst bei der Wartung ihrer Ethylenanlage in der Raffinerie Bratislava mit Stickstoff beliefert. Beträchtliche Mengen des Gases wurden dort bei der Stilllegung und der Wiederinbetriebnahme eingeleitet, um jegliche Explosionsgefahr auszuschließen. Die Messer-Tankwagen fuhren im Takt von zweieinhalb Stunden vor, um einen unterbrechungsfreien Gasenachschub zu gewährleisten. Außerdem wurde der Stickstofftank des Gemeinschaftsunternehmens Messer Slovnaft mit einem Fassungsvermögen von einer Million Liter als Puffer genutzt. Damit der flüssig und tiefkalt angelieferte Stickstoff schnell genug verdampfen konnte, wurde er mit einem elektrischen Heizelement bei einer Temperatur zwischen 120 und 200 Grad Celsius erwärmt.

Slowenien: Mehrfache Energienutzung

Kohlendioxid von Messer hilft dem Krankenhaus von Celje beim Energiesparen. Dort arbeitet ein Trigeneration-Heizkraftsystem nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Es nutzt darüber hinaus aber auch den im Sommer anfallenden Wärmeüberschuss für den Betrieb einer Absorptionskältemaschine. Darin dient Wasser als Kühlmittel. Um dessen pH-Wert im gewünschten Bereich zu halten, wird es kontinuierlich mit Kohlendioxid angereichert.

Deutschland: Stickstoff für Gummientgratung

Die Gummi- und Silikonfabrik W. Kerspe in Wipperfürth fertigt mehr als 4.000 verschiedene Produkte, hauptsächlich für die Elektro- und Autoindustrie. Die Palette reicht vom Kleinstformteil mit fünf Millimeter Durchmesser bis zum 1,40 Meter langen Scheibenwischer oder 20 Kilogramm schweren Stromverteilerkasten. Um die Gummiformteile nach der Herstellung zu entgraten, nutzt man bei Kerspe Stickstoff von Messer. Das tiefkalte Gas kühlt die Gummiteile ab, dabei werden die dünnen Grate hart und spröde. Anschließend werden sie mit kleinen Kunststoffkügelchen beschossen und brechen sauber ab. Das entgratete Formteil benötigt danach keine weitere Nacharbeit.

Spanien: Gase-Rundumversorgung für Wasserwerk

Das Wasserwerk Consorci d’Aigües de Tarragona (CAT) bereitet Wasser aus dem Fluss Ebro auf. Es versorgt 85 Prozent der Bevölkerung der Provinz Tarragona und viele Industriebetriebe mit Trinkwasser. Messer beliefert das Werk bereits seit mehr als zehn Jahren mit flüssigem Kohlendioxid und konnte Ende 2016 erneut die Gase-Ausschreibung für die Lieferung in 2017 gewinnen. CAT verwendet flüssiges Kohlendioxid für die Einstellung des pH-Wertes in der Trinkwasseraufbereitung. Seit Januar 2017 gehört auch flüssiger Sauerstoff für die Ozonherstellung in der werkseigenen Anlage zum Lieferumfang. Das Ozon beseitigt unerwünschte Inhaltsstoffe des Rohwassers durch Oxidation. Außerdem werden im Labor des Wasserwerks die Analysen mit Spezialgasen von Messer durchgeführt. Der in Dewars gelieferte Flüssigstickstoff dient zum Gefrieren von Wasserproben.

Frankreich: Oxyfuel befeuert Zementproduktion

LafargeHolcim verwendet an einem seiner Standorte in Frankreich die Oxyfuel-Technologie von Messer für die Zementklinkerproduktion. In diesem Prozess werden die Rohstoffe – hauptsächlich Kalkstein und Ton – in Drehrohröfen auf sehr hohe Temperaturen erhitzt. Bei Oxyfuel wird reiner Sauerstoff verwendet, um die Verbrennung mit Ersatzbrennstoffen effizienter zu machen. So wird die Zieltemperatur mit deutlich weniger Primärbrennstoff erreicht, der Ausstoß von CO2 ist dementsprechend geringer. Zusätzlich könnte Oxyfuel auch die Qualität des Produkts steigern.

Tschechien: Gase für Tankproduktion

Der Kunde ist zugleich Lieferant: Messer bezieht von Chart Ferox in Děčín Speichertanks für Flüssiggase. Bei der Fertigung dieser Tanks wiederum werden unter anderem Flüssigstickstoff und Kohlendioxid verwendet – Gase, die Messer an den Standort des Kunden-Lieferanten im Norden Tschechiens liefert. Chart Ferox gehört zur US-amerikanischen Chart Industries Corporation und ist auf die Herstellung von Kryogen-Ausrüstungen spezialisiert. Dazu gehören auch Anlagen zum Speichern und Verteilen von flüssigem Erdgas.

Auch kaltes Schmuddelwetter tat der Stimmung bei den Mitarbeitern von Messer in Tschechien keinen Abbruch, als sie den Standort von Chart Ferox besichtigten.

Albanien: Trockeneis kühlt Meeresfrüchte

Das Restaurant Fish Land in der Hauptstadt Tirana verwendet zum Kühlen der fangfrischen Ware in der Küche und beim Servieren Trockeneis von Messer. Das feste CO2 schmilzt nicht, sondern sublimiert – es geht also aus dem festen direkt in den gasförmigen Zustand über. Das Gas enthält im Gegensatz zu Eis keine Mikroben, es nässt nicht und sorgt für kräftigen Kälteeintrag. Da beim Sublimieren Wassertröpfchen aus der Luft kondensieren und sich der typische Nebel bildet, gibt es einen zusätzlichen ästhetischen Genuss, wenn die Teller aufgetragen werden. Und die frischen Meeresfrüchte bleiben gesund und appetitlich anzusehen.

Die Zubereitung mit tiefkalten Gasen bietet neue kulinarische Möglichkeiten.

Serbien: Öle brauchen N2 und H2

Der größte serbische Hersteller von Speiseöl, Dijamant Zrenjanin, nutzt Stickstoff von Messer, um die Qualität seiner Produkte zu schützen. Das Gas wird in flüssiger Form bei der Abfüllung in die PET-Flaschen und gasförmig in den Kopfraum von Lagertanks gegeben. In beiden Fällen verhindert es die Oxidation und damit das Ranzigwerden des Öls. Dijamant Zrenjamin gewinnt Sonnenblumenöl aus heimischer Ölsaat. Zur Produktpalette des Unternehmens gehören zudem Oliven-, Kürbiskern- und Palmöl sowie Margarine, Mayonnaise, Soßen und Dressings. Seit Mai 2017 liefert Messer auch Wasserstoff zur Hydrierung von Ölen und Fetten. Bei diesem Vorgang werden flüssige Pflanzenöle in feste oder halbfeste Fette, wie zum Beispiel in Margarine, verwandelt. Zuvor hatte Dijamant den Wasserstoff selbst mit einem Elektrolyse-Verfahren gewonnen. Dank der Belieferung durch Messer konnte der Sicherheitsstandard des Werks deutlich verbessert und die letzte Elektrolyseanlage Serbiens außer Betrieb genommen werden.

Slowenien: Chlorwasserstoff für Supervlies

Messer liefert in Zusammenarbeit mit GHC Chlorwasserstoff (HCl) an smartMELAMINE. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der slowenischen Firma Melamin und der Ostthüringischen Materialprüfgesellschaft für Textil und Kunststoffe aus Rudolstadt. Es betreibt in Kočevje die weltweit erste Anlage für die Produktion von Melamin-Vlies. Der Vlies-Stoff zeichnet sich durch besonders starke Schall- und Wärmeisolierung aus. Er widersteht hohen Temperaturen, brennt und schmilzt nicht, ist chemisch stabil und UV-beständig. Das Material ist für Schutzkleidung sowie als Isolierstoff etwa in der Automobil- und Bauindustrie geeignet. Bei der Produktion von Melamin wird Salzsäure als Katalysator benötigt. Der Chlorwasserstoff wird in Tausendliter-Fässern transportiert, die von einem Container umschlossen und so besonders geschützt sind. Neben der Chemikalie haben Messer und GHC auch die Ausrüstung für die automatische HCl-Dosierung und die Handhabung der Fässer sowie ein Leckage-Kontrollsystem geliefert. Die Grundlagen für die Herstellung des neuartigen Materials wurden im Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) in Rudolstadt entwickelt.

Die Herstellung des Melamin-Vlieses ist weitgehend automatisiert.

China: Messer liefert Gase im Chemiepark Changshou in Chongqing

Messer konnte im chinesischen Chongqing zwei neue Verträge über die Gaseversorgung per Pipeline abschließen. Die neuen Kunden sind ein Chemieunternehmen und ein Trafohersteller. Nach vielen Verhandlungsrunden wurde der Gaseliefervertrag zwischen Messer und dem Chemieunternehmen Chongqing Feihua Environmental Science & Technology (FEST) abgeschlossen. Seit Mitte 2017 erhält das Unternehmen Sauerstoff, Stickstoff und gereinigte Luft von Messer. Die Gase werden bequem und sicher durch ein Rohrleitungssystem geliefert, da sich beide Vertragspartner in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Chemiepark-Gelände befinden. Die Gase werden für die Produktion von Chlorgas eingesetzt, das FEST an das ebenfalls benachbarte Unternehmen BASF als Rohstoffe für die Herstellung von Chlorwasserstoff liefert. Messer gewann darüber hinaus Wangbian als neuen Kunden. Der ebenfalls im Chemiepark ansässige Trafohersteller bezieht von Messer gasförmigen Stickstoff.

Seit Mitte 2017 beliefert der Industriegasespezialist Messer zwei neue Kunden im Chemiepark Changshou in Chongqing, China, per Pipeline mit Gasen

China: Kohlendioxid ersetzt Schwefelsäure

Bei der Aufbereitung alkalischer Abwässer setzt der Mischkonzern Mizuda auf Kohlendioxid von Messer. Das Gas ermöglicht eine umweltfreundliche und effiziente Neutralisierung. Mizuda gehört zu den führenden privaten Unternehmen in der Provinz Zhejiang in Ostchina. Der 1993 gegründete Mischkonzern ist neben den Bereichen Ökostromerzeugung und Pharma insbesondere in der Abfallwirtschaft und der Abwasseraufbereitung aktiv. Das Unternehmen hat 2017 mit Messer einen Vertrag über die Lieferung von Kohlendioxid geschlossen. Das Gas wird für die Neutralisierung von alkalischem Abwasser eingesetzt. Bei solchem Abwasser muss der hohe pH-Wert durch Zusatz einer Säure in den neutralen Bereich abgesenkt werden, damit es weiter behandelt oder in die Kanalisation geleitet werden kann. Mizuda hatte für diesen Zweck zuvor Schwefelsäure eingesetzt. Der Umgang mit Schwefelsäure erfordert jedoch aufwendige Sicherheitsmaßnahmen. Ihr Einsatz ist nicht nur kostspielig, sondern führt in der Abwasserbehandlung auch zur Entstehung von geruchsintensivem Schwefelwasserstoff und zur Bildung von Mineralsalzen. Kohlendioxid dagegen löst sich in Wasser ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu einer schwachen Säure, Kohlensäure. Diese erfüllt die Aufgabe der Neutralisierung, ist ansonsten aber unbedenklich und unschädlich. Das System, das bei Mizuda zur pH-Wert-Regulierung mit Kohlendioxid installiert wurde, hat zur Senkung der Produktionskosten beigetragen. Deshalb plant der Konzern, bei weiteren Projekten mit Messer zusammenzuarbeiten.

Durch Zugabe von Kohlendioxid lässt sich der pH-Wert von Industrieabwässern in solchen Klärbecken äußerst präzise einstellen.

China: Startschuss für OLED-Technik aus China

BOE Optoelectronics Technology Co. startete in 2017 den Bau von OLED-Elementen am Standort Chengdu in China. Die hochreinen Gase, die für die Produktion benötigt werden, kommen von Messer. In den Displays von Smartphones, Tablets und Wearables, in Fernseh- und Computerbildschirmen dominierte bisher die LED-Technik. Inzwischen ist jedoch die organische LED (OLED) im Begriff, die herkömmliche Leuchtdiode abzulösen. Dünnschichtbauelemente dieser Bauart bieten gegenüber ihren Vorgängern technische Vorteile und lassen sich kostengünstiger herstellen. Bisher beherrschen vor allem südkoreanische Unternehmen die weltweite Produktion dieser Elemente. Nun will die chinesische BOE Optoelectronics Technology Co. Marktanteile gewinnen. Am Standort Chengdu hat das Unternehmen eine Betriebsstätte zur Entwicklung der sechsten Generation der LTPS/AMOLED-Technik eröffnet. Für die notwendige Gaseversorgung sorgt Messer. BOE bezieht Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Wasserstoff und Kohlendioxid. 

Bosnien-Herzegowina: Messer BH Gas ist autorisierter PepsiCo-Lieferant   

 Seit August 2017 ist Messer BH Gas, Bosnien-Herzegowina, zugelassener Kohlensäure-Lieferant bei PepsiCo. Damit erfüllt die Messer-Gesellschaft die hohen Anforderungen des weltweit renommierten Softdrink-Herstellers innerhalb ihres Produktionsprozesses für CO2 und das von dem Kunden geforderte Höchstmaß an Produktqualität. Messer liefert CO2 als Lebensmittelgas an den von PepsiCo betriebenen Standort in Sarajevska Pivara. Die Zulassung von Messer hat eine Gültigkeit bis zum Jahr 2020.

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