Unsere Werte

Die Geschichte des Unternehmens

Messer gilt heute als der größte eigentümergeführte Industriegasehersteller weltweit. Gegründet wurde das Unternehmen 1898 von Adolf Messer, Großvater von Stefan Messer, in Frankfurt am Main. Unter der Leitung von Dr. Hans Messer, Vater von Stefan Messer, entwickelte sich Messer in den 60er-Jahren zum Anbieter für Industriegase, Tieftemperaturanlagen sowie Produkte für die Schweiß- und Schneidtechnik. Die Hoechst AG, später Aventis, hielt die Zweidrittelmehrheit an dem Konzern; ein Drittel wurde von der Familie Messer gehalten.

Anfang der 90er-Jahre schied Dr. Hans Messer aus dem operativen Geschäft aus und wechselte in den Aufsichtsrat. 

2001 veräußerte Hoechst ihre Zweidrittelmehrheit an Finanzinvestoren. Mit deren Hilfe gelang es Stefan Messer, im Jahr 2004 große Teile des Unternehmens wieder zu 100 % in den Familienbesitz zurückzuführen. Als freier Familienunternehmer knüpfte Stefan Messer an frühere Erfolge seines Vaters an. Ihm und seinem Team ist es gelungen, den Umsatz des damals von vielen als gescheitert geglaubten Traditionsunternehmens mit seiner Marke „Messer - Gases for Life“ auf über eine Milliarde Euro zu verdoppeln. 

Das Handeln des Unternehmens an konkreten Werten auszurichten ist ein Weg, den Messer konsequent beschreitet. Die Strategie der Messer Gruppe basiert immer auf der von den Führungskräften entwickelten und gelebten Vision des Unternehmens, für Kunden und Mitarbeiter die erste Wahl zu sein. Das Unternehmensleitbild besteht aus dieser Vision, der Mission und den sechs Unternehmenswerten: Kunden- und Mitarbeiterorientierung, verantwortliches Handeln, unternehmerische Verantwortung sowie offene Kommunikation, Vertrauen und Respekt. 

Engagement im wirtschaftlichen Umfeld

Bei Messer engagieren sich der Eigentümer und CEO Stefan Messer, CFO Dr. Hans-Gerd Wienands, der Aufsichtsrat, die Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen auf vielfältige Weise. Daraus ergibt sich die Chance, über Netzwerke und Kooperationen den Handlungsradius zu erweitern und Erfahrungen über Märkte auszutauschen. 

Persönliches Engagement des Eigentümers

Stefan Messer hält als Vizepräsident und Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main das Amt des Vorsitzenden des Außenwirtschaftsausschusses und war bis 2017 auch Mitglied des Außenwirtschaftsausschusses der DIHK in Berlin. Zudem ist er Ehrensenator der Technischen Universität Darmstadt und Ehrensenator der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt sowie Mitglied des Kuratoriums des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und des Kuratoriums des China Instituts an der Goethe-Universität Frankfurt. Darüber hinaus ist er Mitglied des Vorstandes der Handelskammer Deutschland-Schweiz, Mitglied des Beirats der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain, Mitglied des Landesbeirats Hessen der Commerzbank AG und Mitglied des Landesbeirats von HDI Gerling, Mitglied im Vorstand des Freundeskreises der Deutsch-Vietnamesischen Universität sowie im Verwaltungsrat der Dachser Group SE & Co. KG. Seit Januar 2009 ist Stefan Messer Honorarkonsul der Republik Slowenien für den Konsularbezirk Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Außerdem engagiert sich Stefan Messer innerhalb des Verbands ASU – Die Familienunternehmer, der sich für die grundsätzlichen Werte der sozialen Marktwirtschaft, insbesondere für freiheitliches Unternehmertum, einsetzt. Des Weiteren ist Stefan Messer Mitglied im Präsidium und Vorstand des Ostasiatischen Vereins (OAV) sowie Vorsitzender des Länderausschusses Thailand.

Wirtschaftliches Engagement in Verbänden

Messer Group ist Mitglied des Europäischen Industriegaseverbands EIGA. Der Verband mit Sitz in Brüssel repräsentiert fast alle europäischen Unternehmen, die technische, medizinische und Lebensmittelgase produzieren und vertreiben. Gemeinsam arbeiten die Verbandsmitglieder daran, den höchstmöglichen Standard in Sachen Sicherheit und Umweltschutz bei der Produktion, dem Transport und der Anwendung von Gasen zu erzielen. Zu Beginn jedes Arbeitstreffens im Rahmen der EIGA, wird auf die Einhaltung der „EIGA anti-trust meeting rules“ hingewiesen. Messer ist ebenfalls Mitglied im Verband IOMA, International Oxygen Manufacturers Association, im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft und im Ostasiatischen Verein (OAV). In allen Führungsgremien dieser Verbände sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Messer vertreten.

Messer Group ist Mitglied im Deutschen Verband für Schweißen und angewandte Verfahren e.V. (DVS). DVS ist ein technisch-wissenschaftlicher, gemeinnütziger Verband mit Sitz in Düsseldorf. Außerdem engagiert sich Messer in dem Verband „Die Familienunternehmer e.V.“, im FBN Family Business Network sowie in der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V. 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Messer engagieren sich in Fachausschüssen, betreuen Forschungsprojekte und knüpfen bzw. pflegen Kontakte in technologisch anspruchsvollen Fachkreisen. Die Tochtergesellschaften sind lokal in unterschiedlichen Industrieverbänden engagiert. Die Gesellschaften von Messer engagieren sich darüber hinaus in ihren Regionen innerhalb von Organisationen.

Deutsche Delegation besichtigt kroatischen Produktionsstandort 

Am 9. Mai 2017 besuchte eine deutsche Delegation den Produktionsstandort von Messer im kroatischen Zaprešić. Neben dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier besichtigten 15 Abgeordnete eine Produktionsanlage für die Luftgase Sauerstoff, Stickstoff und Argon sowie einen Betrieb zur Abfüllung von Gasen in Flaschen. In einer Präsentation berichtete Robert Mustač, Geschäftsführer von Messer in Kroatien, über seine Erfahrungen mit dem Eintritt des deutschen Unternehmens in den kroatischen Markt: „Das gebündelte deutsche und kroatische Know-how sowie das organisierte Vorgehen haben in den vergangenen 25 Jahren zum Erfolg geführt.“ Die Delegationsreise wurde von der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer organisiert.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier besichtigte gemeinsam mit 15 Abgeordneten eine Produktionsanlage für die Luftgase Sauerstoff, Stickstoff und Argon sowie einen Betrieb zur Abfüllung von Gasen in Flaschen von Messer in Kroatien.

Messer Compliance Management System

Mit dem Messer Compliance Management System (Messer CMS) haben wir in 2010 ein Organisationskonzept implementiert, welches das Wertesystem der Messer Gruppe beschreibt und dessen praktische Umsetzung sowie darauf bezogene Verantwortlichkeiten definiert. Es stellt einen verbindlichen Handlungsrahmen zur Bewältigung von Interessenkonflikten und zur Einhaltung von geltenden Gesetzen, regulatorischen Vorschriften und die über- bzw. innerbetrieblichen Regelwerke in allen Geschäftsbereichen der Messer Gruppe dar. Das Messer CMS wird von einem klaren Bekenntnis der Geschäftsführer und Führungskräfte getragen. Als Wertesystem dient es dem Ziel, ein von Fairness, Solidarität und Vertrauen getragenes Verhältnis zu unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern sowie zu unseren Mitbewerbern, zu der Öffentlichkeit und zu den Medien zu schaffen, Interessenkonflikte zu bewältigen und die dazu erforderliche Einhaltung von geltenden Gesetzen, regulatorischen Vorschriften und über- bzw. innerbetrieblichen Regelwerken in allen Geschäftsbereichen der Messer Gruppe sicherzustellen. Das dafür entwickelte CMS unterstützt die Verantwortlichen bei der Einrichtung und Umsetzung des Organisationskonzepts. Das Organisationskonzept bezweckt, Verstöße gegen den Messer-Kodex schon im Vorfeld zu verhindern.

Messer-Kodex

Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH hat die Grundsätze für das Organisationskonzept in einem Regelwerk („Messer-Kodex“) zusammengefasst. Der Messer-Kodex steht für eine aktive Corporate Governance und soll allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Beachtung des Messer-Unternehmensleitbildes als Orientierungshilfe für ihre tägliche Arbeit dienen. Die Geschäftsführer haben durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freien Zugang zu dem Messer-Kodex haben und darüber informiert sind, wo und wie der Messer-Kodex eingesehen werden kann. Der Messer Code of Conduct ist das zentrale Dokument des Messer-Kodex. Er wird durch die Group Guidelines sowie die sonstigen verbindlichen internen Regelungen ergänzt und konkretisiert.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, bei der Ausübung ihrer Tätigkeit die für sie maßgeblichen Gesetze und Regeln des Messer-Kodex zu befolgen. Wir erwarten auch von unseren Geschäftspartnern, Kunden und sonstigen Parteien, mit denen Messer zusammenarbeitet, dass sie geltendes Recht und die Grundsätze des Messer-Kodex beachten.

Compliance-Verantwortliche

Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH trägt die Verantwortung für die Überwachung des Messer CMS. Dieses Organisationskonzept ist für alle Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter der Messer Gruppe verbindlich. 

Die lokalen Geschäftsführer sind unter Beachtung geltender gesetzlicher Bestimmungen dafür verantwortlich, dieses Organisationskonzept in der eigenen Landesgesellschaft umzusetzen und dessen Beachtung sicherzustellen. Zur Unterstützung der Geschäftsführer sowie der Aufsichtsgremien, hat die Geschäftsführung der Messer Group GmbH einen Corporate Compliance Officer (CCO) bestimmt. Hinzukommen die von den Regionalleitern in Abstimmung mit den jeweiligen Landesgeschäftsführern ernannten Landes Compliance Officer (LCO). Ergänzt wird die Gruppe der Compliance Officer durch die zentralen Fachbereichsverantwortlichen im Corporate Office als (fach-)bereichsbezogene Compliance Officer (BCO). Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH hat die allgemeinen Aufgaben, Rechte und Pflichten der Compliance Officer in einer Compliance Officer-Richtlinie festgelegt.

Den Geschäftsführern, Führungskräften, dem CCO, den LCO’s und BCO’s kommt eine Vorbildfunktion zu. Von ihnen wird ein hohes Maß an sozialer und ethischer Kompetenz erwartet. Die Geschäftsführer und Führungskräfte haben ihr Handeln auf eine angemessene Organisation, Führung, Kommunikation, Auswahl, Aufsicht und Anleitung auszurichten. Darüber hinaus sind sie dem Schutz von Kunden, Mitarbeitern und Umwelt verpflichtet. In diesem Zusammenhang ist ihr klares Bekenntnis zu sauberem, rechtskonformem Wirtschaften genauso unerlässlich wie rechtswidrige Praktiken zu verhindern und zu ahnden.

Schulungsprogramm

Neben Präsenzschulungen, werden Webinare und E-Learnings zu ausgewählten, den Messer-Kodex betreffenden Themen, durchgeführt. Die zentralen Fachabteilungen und die lokalen Geschäftsführungen und Fachabteilungen bestimmen grundsätzlich die Schulungsinhalte und die zu schulenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie übernehmen die Ausgestaltung und Durchführung der Schulungen, bei Bedarf unterstützt durch externe Dienstleister, und stellen deren ordnungsgemäße Dokumentation sicher.

Die Geschäftsführung der Messer Group kann Schulungen und Schulungsinhalte sowie den damit zu schulenden Mitarbeiterkreis verbindlich vorgeben.

Berichtswesen und Auditierung

Durch die Group Guidelines, die weitgehend vereinheitlichten Satzungen, die Geschäftsordnungen für die Geschäftsführung der (Landes-)Gesellschaften, einem Zustimmungs- und Informationskatalog, der die Entscheidungsverantwortung zwischen lokaler Geschäftsführung und seinen Gremien, der Regionalleitung, der zentralen Geschäftsleitung und -führung sowie dem Aufsichtsrat der Messer Group GmbH festlegt, die Unterschriftenregelungen, die dem Vier-Augen-Prinzip folgen, und die einzelnen Vorgaben aus den Zentralbereichen sind diverse Sachverhalte einem definierten Genehmigungs- und Berichtswesen unterstellt.

Zudem werden in regelmäßigen Zusammenkünften auf lokaler oder regionaler Ebene oder in Fachbereichstreffen Themen diskutiert und abgestimmt, Erfahrungen und Informationen ausgetauscht und berichtet. Die wesentlichen Prozessabläufe sind bei Messer definiert und oftmals zertifiziert (z.B. ISO, GMP). Zur Einhaltung des Messer-Kodex wird auf die bereits bestehenden Organisationsstrukturen zurückgegriffen. Verantwortlich sind unmittelbar die einzelnen Fachabteilungen, die Regionalverantwortlichen und die Geschäftsführungsorgane. Damit wird die eigenverantwortliche Umsetzung und Einhaltung des Messer-Kodex für den jeweiligen Verantwortungsbereich sichergestellt.

In regelmäßigen Intervallen führt das Internal Audit, unterstützt durch Corporate Legal und Vertreter anderer Fachabteilungen, mehrtägige Revisionen in allen Landesgesellschaften durch. Dabei werden auch für den Messer-Kodex relevante Sachverhalte (z.B. Satzungen, Geschäftsordnungen, Unterschriftenregelungen, durchgeführte Schulungen, Beachtung des Berichtswesens etc.) einer näheren Prüfung unterzogen. Einzelne Fachabteilungen führen darüber hinaus detaillierte Audits durch (z.B. SHEQ, Medical, IT). Feststellungen und Verbesserungsvorschläge werden in einem Bericht festgehalten, welcher der Geschäftsführung der Messer Group übergeben wird. Die Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen wird in einem zeitlich bestimmten Rahmen durch Anschlussaudits überprüft.

Alle drei Monate werden anhängige und angedrohte/anstehende Rechtsstreitigkeiten ab einem bestimmten Wert/Risiko zentral abgefragt und inhaltlich bezüglich Sachverhalt, Streitwert, Prozessstand, Prozessrisiko und gegebenenfalls zu bildender oder gebildeter Rückstellungen erfasst. Die Geschäftsführer/LCO‘s und BCO‘s sind verpflichtet, den CCO über den Verdacht eines schwerwiegenden Verstoßes gegen den Messer-Kodex zu informieren. Der CCO berichtet der Geschäftsführung der Messer Group GmbH und dem Aufsichtsrat regelmäßig, und auf Anfrage im Einzelfall über ihm gemeldete schwerwiegende Verstöße gegen den Messer-Kodex, zeitnah, ansonsten einmal jährlich.

Einmal jährlich melden alle Landesgesellschaften und Zentralabteilungen an den Vice President Internal Audit relevante Sachverhalte für den Risikobericht. Dieser wird in der Geschäftsführung der Messer Group diskutiert, die gegebenenfalls weitere daraus resultierende Maßnahmen beschließt. Der Aufsichtsrat der Messer Group erhält diesen, und bei Bedarf weitergehende Erklärungen dazu, zur Information.

Meldewesen bei Compliance-Verstößen sowie begründeten Verdachtsfällen

Die Geschäftsführer und Führungskräfte müssen ihren Verantwortungsbereich dergestalt organisieren, dass ihnen Berichte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Verletzung von geltendem Recht oder des Messer-Kodex („Compliance-Verstöße“) sowie begründete Verdachtsfälle jederzeit zugehen können, um eine umgehende Abhilfe sicherzustellen. Im Rahmen des Meldewesens ist ein Bericht zu erstellen, der die Reaktion auf festgestellte Compliance-Verstöße aufführt. Dazu gehört eine Beschreibung, wie der Vorfall untersucht wurde, die Festlegung der Konsequenzen des festgestellten Fehlverhaltens sowie die Entscheidung über das weitere Vorgehen.

Die Geschäftsführer haben durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber informiert sind, wie und an wen Verstöße gegen den Messer-Kodex gemeldet werden sollen, einschließlich der öffentlichen Bekanntmachung der telefonischen Hotline und der Compliance-E-Mail-Adresse. Im Jahr 2017 sind insgesamt 69 Verdachtsfälle zu Compliance-Verstößen gemeldet worden (Vorjahr: 49 Verdachtsfälle). Davon entfallen 29 auf die Region Westeuropa, 17 auf die Region Süd-Osteuropa, 5 auf Zentraleuropa und 18 auf Asien.

Zustimmungskatalog für das Aufsichtsgremium überarbeitet

Der Zustimmungskatalog für das Aufsichtsgremium ist umfassend überarbeitet worden. Die neue Version heißt verkürzt Zustimmungskatalog und ist unter dem CMS-Dokumenten im Messer Intranet abrufbar. Allgemeine Grundätze sind dem Katalog vorangestellt. Die zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäfte sind überwiegend unverändert geblieben. Geändert haben sich die Wertgrenzen und die Personen bzw. Gremien, die bei den einzelnen Rechtsgeschäften zu informieren und einzubeziehen sind bzw. deren Zustimmung erforderlich ist. Aus einer übersichtlichen Liste ergibt sich, wer, wann, wie einzubeziehen ist. Der Katalog ist als Mindestkatalog zu verstehen. Die Regionalleiter können diesen bei Bedarf für eine Gesellschaft aus ihrer Region erweitern und strengere Vorgaben vorsehen. 

Der Zustimmungskatalog für das Aufsichtsgremium ist ein rechtsverbindliches Dokument des Messer CMS. Dieses stellt einen verbindlichen Handlungsrahmen zur Bewältigung von Interessenkonflikten und zur Einhaltung von geltenden Gesetzen, regulatorischen Vorschriften und die über- bzw. innerbetrieblichen Regelwerke in allen Geschäftsbereichen der Messer Gruppe dar.

Reputation des Unternehmens und Markenbekanntheit

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen und Marktmitbewerbern ist der Firmenname Messer keine konstruierte Bezeichnung. Er ist der Name der Familie Messer, der dem Unternehmen als Familienunternehmen und seinen Produkten eine besondere Identität und Bedeutung verleiht.

Der Unternehmensslogan „Gases for Life“ ist ein fester Bestandteil der Marke Messer in der weltweiten Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen. Mit einer positiven Aufladung unserer Marke möchten wir langfristig Wettbewerbsvorteile durch emotionale Markenbildung erzielen. Wir werten dazu regelmäßig die Reputationswerte der Marke Messer sowie die Medienresonanz in Deutschland aus.

Jährlich wird in Deutschland mittels einer telefonischen Befragung die Markenbekanntheit gemessen. Ende 2017 haben 1.068 Personen in den deutschen Städten Bad Soden, Dortmund, Duisburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Köln, Konstanz, Krefeld, Oberhausen, Siegen und Stuttgart daran teilgenommen. Bei der ungestützten Befragung, „Welcher Hersteller von Industriegasen ist Ihnen bekannt?“ haben 12,8 % der Befragten mit „Messer“ oder „Messer Griesheim“ geantwortet, im Vorjahr waren es 14,3 %. Dabei ist Messer als Hersteller von Industriegasen insbesondere in den Städten Bad Soden (47 %), Siegen (22 %) und Krefeld (19 %) bekannt, in denen Messer aktiv ist.

Offene Kommunikation mit unseren Stakeholdern

Die Basis einer guten Beziehung, die von Nähe und Vertrauen zeugt, kann nur mit einer offenen Kommunikation geschaffen werden. Daher ist uns der regelmäßige Kontakt mit Kunden, Lieferanten, Partnern, Mitarbeitern, Industriebetrieben oder Organisationen, mit den Medien, unseren Nachbarn, der breiten Öffentlichkeit aber auch der Netzgemeinde – und nicht zu vergessen mit unseren geschätzten Pensionären – wichtig. So verschieden die Ansprüche unserer Anspruchsgruppen sind, so vielfältig sind auch die Kommunikationswege. Informationen über die Marke Messer, die Produkteigenschaften oder spezielle Technologien müssen adäquat aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Messer nutzt dazu verschiedene Kanäle.

Die Instrumente der externen Kommunikation nehmen bei Messer einen gleich hohen Stellenwert wie die der internen Kommunikation ein, wie ein Corporate Internet, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Messeauftritte und Ausstellungen, Imagebroschüren, Geschäftsberichte, Sponsoring und ein vierteljährlich erscheinendes Kundenmagazin „Gases for Life“ sowie der gleichnamige Internet-Auftritt www.GasesforLife.de. Für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit pflegt Messer einen engen Kontakt zur regionalen Presse sowie zur Wirtschafts- und Fachpresse, insbesondere auch zu Journalisten.

Messer Group hat die Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2017 vor allem in den sozialen Medien noch einmal verstärkt, doch auch in den klassischen Medien hohe Reichweiten erzielt. Im Laufe des Jahres wurden 25 eigene Presseinformationen lanciert. 

Die Medienresonanzanalyse zeigt, dass Messer mit Publikationen in unabhängigen Online- und Printmedien eine Bruttoreichweite von 54,9 Millionen Personen erzielt hat. Medienreichweiten werden nach einheitlichen Kriterien ermittelt, um vergleichbar zu sein. Die Bruttoreichweite gibt die Anzahl der Kontakte an. Im Jahr 2016 wurden brutto 47,7 Millionen Personen erreicht. Dabei waren in 2017 wie im Jahr zuvor 100 % der über Messer veröffentlichten Berichte positiv und haben den Inhalt unseres geschäftlichen Handelns richtig wiedergegeben. 

Unsere Unternehmensdarstellung auf
www.messergroup.com

Messer Group präsentiert sich im Internet unter www.messergroup.com. Mit durchschnittlich 10.000 Besuchern, die wöchentlich auf unsere europäischen Internetseiten zugreifen, gilt unser Unternehmensauftritt im Internet als ideale Plattform, um mehr über die Aktivitäten von Messer sowie über Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen, die Geschichte und die Besonderheiten eines Familienunternehmens zu erfahren. 

Der jährliche Geschäftsbericht

Messer bündelt den Konzernlagebericht und den Nachhaltigkeitsbericht zum jährlichen Geschäftsbericht. Neben der Bereitstellung im Internet wird er auch in gedruckter Form angeboten. Der aktuelle Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht von Messer kann immer unter jahresbericht.messergroup.com abgerufen werden.

Unser CSR-Bericht wird von der „Global Reporting Initiative“ (GRI) geprüft und zertifiziert. GRI gibt es bereits seit 1999, Gründungsmitglied war unter anderem das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Ziel ist laut GRI die „nachhaltige Entwicklung durch Vergleichbarkeit und Transparenz von Unternehmen und Organisationen“. Wer seinen Nachhaltigkeitsbericht von GRI zertifizieren lassen möchte, muss bis zu 120 Kennzahlen aus zehn Themenbereichen veröffentlichen. Es geht unter anderem um Arbeitspraktiken, gesellschaftliches Engagement, Menschenrechte, Ökologie und Ökonomie. Ein weiterer Partner ist die französische Firma EcoVadis. Diese analysiert – unter anderem auch im Auftrag unserer Kunden, wie Coca-Cola – die Nachhaltigkeit von Unternehmen anhand von 21 Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales, Ethik und Lieferkette. Coca-Cola wählt schon seit Jahren seine Lieferanten nach diesen Kriterien aus und überprüft sie einmal im Jahr. Dies gab seinerzeit für Messer den Ausschlag, einen CSR-Bericht zu erstellen. Wenn wir unsere Kennzahlen erreichen und transparent machen, rücken wir in den Fokus von nachhaltigen Unternehmen und können so bevorzugter Gaselieferant werden.

Auf der Unternehmenswebseite www.messergroup.com werden alle Geschäftsberichte von 1964 bis heute zum Download angeboten. Die archivierten Geschäftsberichte und die Skizzen des wirtschaftlichen Umfelds, in dem sich das Unternehmen bewegte (verfasst vom Historiker Dr. Jörg Lesczenski) spiegeln die ökonomischen Zyklen, die wachsende globale Verflechtung der Volkswirtschaften und den Aufstieg neuer Boom-Regionen wider, die im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts die Entwicklung der 1965 konstituierten Messer Griesheim GmbH zunehmend herausforderten und heute die Entwicklung der Messer Group wesentlich mitbestimmen.

Gases for Life - Das Magazin für Industriegase

Unser Magazin für Industriegase, wurde für Leserinnen und Leser konzipiert, die Messer bereits kennen und mehr über die Vielfalt unseres Geschäfts erfahren möchten. Es erscheint dreimal im Jahr in den Sprachen deutsch, englisch, ungarisch, slowakisch, spanisch und tschechisch.

Gase im täglichen Leben auf www.gasesforlife.de

Auf www.gasesforlife.de werden Anwendungen und Verfahren beschrieben, bei denen Gase in allen Lebensbereichen, wie Ernährung, Freizeit, Gesundheit, Kommunikation, Mobilität, Umweltschutz, Wissenschaft oder Wohnen, zum Einsatz kommen. Unsere allgemeinverständlichen Texte sollen vor allem Menschen erreichen, die keine Techniker sind oder sich aus beruflichen Gründen mit dem Einsatz von Gasen beschäftigen. Zielgruppen unserer Internetseite sind unter anderem Journalisten, Lehrer, Studenten, Schüler und Konsumenten. Das gesamte Bild- und Textmaterial bieten wir zum kostenlosen Download an.

GaseWiki bei www.gase.de

Der GaseWiki ist eine freie Enzyklopädie über die Welt der Gase, die nicht von einer festen Redaktion, sondern von freien Autoren verfasst wird. Diese Initiative von Messer soll eine strukturierte, möglichst umfassende Darstellung von Wissen zu bestimmten Themen und das Wissen rund um die Welt der Gase erfassen. GaseWiki lebt durch Wissen: Es steht in keinerlei Wettbewerb zu seinem großen Vorbild Wikipedia. GaseWiki ist eine Sammlung von Seiten, die durch Weitergabe von Wissen über Gasethemen zum Leben erweckt werden soll. Jeder Besucher kann die Seiten nicht nur lesen, sondern auch ändern und neue Seiten hinzufügen.

Messer in den sozialen Medien

Social Media ist häufig die erste Anlaufstelle für Personen, die sich über Produkte oder ein Unternehmen informieren möchten. Auch im Krisenfall bezieht die Öffentlichkeit ihre Informationen als Erstes über Social Media Kanäle. Aber nicht jedes solcher Netzwerke ist in jedem Land verfügbar, weshalb die Nutzung sich regional teils stark unterscheidet. Um auf die Veränderung der Kommunikation reagieren zu können, betreibt Messer Group offizielle Kanäle bei Facebook, Google+, Twitter, Xing, Instagram, LinkedIn und YouTube. Auch viele Tochtergesellschaften von Messer sind in den sozialen Medien aktiv und pflegen dort unter anderem Austausch zu befreundeten Organisationen oder Bildungseinrichtungen.

Das Videoportal YouTube gilt als die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und ist die am dritthäufigsten besuchte Plattform nach Google und Facebook. Für Unternehmen wie Messer ist YouTube wegen seiner großen Reichweite und enormen Besucherzahlen interessant: Es kann weltweit (potenzielle) Kunden, Partner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit erreichen. Messer verfügt seit mehr als vier Jahren über einen eigenen „YouTube-Kanal“, wo wir unter anderem Webtutorials anbieten. Im Jahr 2017 standen diese Erklär-Videos zum sicheren, gefahrlosen Umgang und Transport sowie zum richtigen Anschließen von Gasflaschen im Vordergrund. Die genannten Videos sind eine von vielen Maßnahmen im Rahmen unseres Strategieprojekts „Fokus auf Flasche“.

Aktuell nutzen laut Statistik weltweit 328 Millionen Menschen die Social Media-Plattform Twitter. Im Jahr 2017 twitterte Messer Group 140 Mal. Im Fokus standen dabei aktuelle Ereignisse rund um unsere „Gases for Life“. Das übergreifende Ziel war dabei, unsere Markenbekanntheit zu steigern. Auch unsere Landesgesellschaften sind online aktiv: Über Facebook und LinkedIn geht zum Beispiel Messer Hungarogáz gezielt auf seine Kunden zu: Amüsante Inhalte über Gase im Alltag erhöhen die Markenbekanntheit, Berichte über Projekte, Unternehmensergebnisse oder Karriere stärken die Geschäftskontakte und helfen dabei, neue Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen.

Facebook nutzen wir vornehmlich, um emotionale Informationen aus dem Unternehmensalltag zu veröffentlichen. Im Dezember 2017 haben an jedem Tag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 24 Ländern kleine Video-Posts in ihrer Landessprache veröffentlicht. Dieser besondere Adventskalender war für Messer ein Statement für internationale Zusammenarbeit und Verständnis füreinander.

Mitarbeiter-Kommunikation

Die von dem Zentralbereich Corporate Communications von Messer Group gemeinsam mit den Kommunikationsbeauftragten aus den (Landes-)Gesellschaften erarbeitete Kommunikationsstrategie beinhaltet Kommunikationsziele und deren Maßnahmen, die für eine Implementierung und die kontinuierliche Weiterführung der Unternehmensstrategie notwendig sind. 

Für die interne Kommunikation nutzt Messer ein Intranet, auf das Mitarbeiter der Gesellschaften zentral zugreifen können. Über das Intranet stellt Messer alle aktuell relevanten Unternehmensinformationen sowie das Unternehmensleitbild und -strategie, das Messer Compliance Management System sowie sonstige Richtlinien und Handbücher, bereit. Im Jahr 2016 hat Messer angefangen, das MesserNet neu zu konzipieren. Der Launch hat im Januar 2018 stattgefunden.

Die Mitarbeiter-Zeitschrift Messenger erscheint in den Sprachen Deutsch und Englisch vier Mal im Jahr im Abstand von drei Monaten gedruckt und digital, einmal davon als gedruckte Sonderausgabe. Inhaltlich sind die Themen den Rubriken Projekte, Strategie und Menschen zugeordnet.

Zudem kommuniziert Messer aktuelle Unternehmensnachrichten mit hohem Informationswert für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesellschaften als Newsletter zeitnah via E-Mail und über das MesserNet in den Sprachen Deutsch und Englisch.

Datenschutz-Grundverordnung

Aufgrund der zunehmenden weltweiten Digitalisierung hat die EU zum Schutz personenbezogener Daten eine Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erlassen. Diese Verordnung wird im Mai 2018 wirksam. Für die Messer Group wurde ein Projektteam benannt, um diese Anforderungen in allen Landesgesellschaften umzusetzen. Das Team wird Maßnahmen und Regeln definieren und dokumentieren, die einen nachhaltigen Datenschutz innerhalb der Messer Group garantieren. 

Der Geltungsbereich der DSGVO umfasst alle europäischen und nicht europäischen Staaten, in denen personenbezogene Daten im EU-Kontext verarbeitet werden. Anforderungen sind strengere und zusätzliche Anforderungen im Vergleich zum BDSG (Bundesdatenschutzgesetz in Deutschland) und zu weiteren landesspezifischen Datenschutzvorschriften. Eine Nichteinhaltung birgt Reputations- und finanzielle Risiken, die sich auf das Vertrauen der Kunden und Beschäftigten sowie die Integrität der Messer Gruppe als Unternehmen auswirken können.

Mit der öffentlichen Aufmerksamkeit nimmt auch das Expositionsrisiko zu: Aufgrund des breiten Spektrums an Informationen, die öffentlich verfügbar sind, rückt die Messer Gruppe noch stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Durchsetzung der Vorschriften wird für die Behörden einfacher und kostengünstiger. Die finanziellen Risiken sind deutlich gestiegen, Verstöße gegen die DSGVO können Geldstrafen von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes der Messer Gruppe nach sich ziehen. 

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