Unsere Werte

Unsere Werte

Die von Stefan Messer geführte Unternehmensgruppe feierte in 2018 das 120-jährige Jubiläum. Gegründet wurde das Unternehmen 1898 von Adolf Messer. Er beschäftigte damals vier Arbeiter und einen Angestellten in seiner Werkstatt für die Herstellung von Acetylenentwicklern in Frankfurt-Höchst. Heute ist Messer ein Firmenverbund mit rund 14.000 Mitarbeitern weltweit. 

Am 1. Mai 2018 hat Marcel Messer, Sohn von Stefan Messer, seine berufliche Laufbahn bei Messer begonnen und ist seit dem 1. März 2019 als Referent der Geschäftsleitung bei Messer Group tätig. Zuvor war Marcel Messer drei Jahre in der Finanzindustrie tätig, beim weltgrößten Asset Manager, Black Rock in London. Damit ist Marcel Messer – neben seinem Schwager Cédric Casamayou – das zweite Mitglied der Familie Messer, das in der vierten Generation in das Unternehmen eingetreten ist. Cédric Casamayou hat einen Masterabschluss in Management und Finance von der Grenoble Business School und ist Chartered Financial Analyst (CFA). Er leitet derzeit das „Family Office“ der Familie Messer und arbeitet als Group Controller im Corporate Office bei Messer Group in Bad Soden.

Marcel Messer verfügt über einen erfolgreich abgeschlossenen Master of Finance von der Frankfurt School of Finance and Management. Parallel zu seinem Masterstudium arbeitete er als Werkstudent bei KPMG. Seinen Bachelor in International Business absolvierte er in London mit einem Auslandsjahr in Paris und mehreren Praktika bei verschiedenen Industrieunternehmen, der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, der Bayerische Hypo-Vereinsbank, JP Morgan in Hongkong sowie bei Messer in China und der Schweiz. Zudem ist er seit 2014 „Chartered Alternative Investment Analyst“ (CAIA) zur Betreuung von Portfolios und alternativen Investments.

Die Geschichte des Unternehmens

1898 begann Adolf Messer mit der Herstellung von Acetylenbeleuchtungsanlagen und Acetylenentwicklern. Als elektrisches Licht und Gasglühlicht Anfang des 20. Jahrhunderts die Acetylenbeleuchtung verdrängten, konzentrierte er sich ausschließlich auf die Produktion von Geräten zum autogenen Schweißen und Schneiden. Neben der Autogentechnik wurden Luftzerlegungsanlagen zum zweiten Standbein: Seine erste Luftzerlegungsanlage nahm Adolf Messer 1910 in Madrid persönlich in Betrieb. Unter dem Gründersohn Hans Messer schloss sich 1965 die Adolf Messer GmbH mit Teilen der Knapsack-Griesheim AG zur Messer Griesheim GmbH zusammen. In den darauf folgenden Jahren wuchs das Unternehmen in Europa und Nordamerika. 1993 zog sich Hans Messer aus dem aktiven Geschäft zurück und übergab die Unternehmensführung an einen familienfremden Manager. Nach einem waghalsigen Expansionskurs und drohendem Firmenkollaps wurde 1998 schließlich der Enkel des Gründers, Stefan Messer, Geschäftsführer. Zusammen mit Finanzinvestoren sanierte er das Unternehmen drei Jahre lang und führte es 2004 wieder zurück in Familienhand. Dies war die Geburtsstunde der heutigen Messer Group GmbH. 

Stefan Messer arbeitet im Team mit seinen Mitarbeitern nach definierten Werten und Wachstumsstrategien, die gemeinsam erarbeitet und definiert werden.

Engagement im wirtschaftlichen Umfeld

Bei Messer engagieren sich der Eigentümer und CEO Stefan Messer, die Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen auf vielfältige Weise. Daraus ergibt sich die Chance, über Netzwerke und Kooperationen den Handlungsradius zu erweitern und Erfahrungen über Märkte auszutauschen. 

Persönliches Engagement des Eigentümers 
Stefan Messer hält als Vizepräsident und Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main das Amt des Vorsitzenden des Außenwirtschaftsausschusses. Zudem ist er Ehrensenator der Technischen Universität Darmstadt und Ehrensenator der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt sowie Mitglied des Kuratoriums des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und des Kuratoriums des China Instituts an der Goethe-Universität Frankfurt. Darüber hinaus ist er Mitglied des Vorstandes der Handelskammer Deutschland-Schweiz, Mitglied des Beirats der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain, Mitglied des Landes-beirats Hessen der Commerzbank AG und Mitglied des Landesbeirats von HDI Gerling, Mitglied im Vorstand des Freundeskreises der Deutsch-Vietnamesischen Universität sowie im Verwaltungsrat der Dachser Group SE & Co. KG. Seit Januar 2009 ist Stefan Messer Honorarkonsul der Republik Slowenien für den Konsularbezirk Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Außerdem engagiert sich Stefan Messer innerhalb des Verbands ASU – Die Familienunternehmer, der sich für die grundsätzlichen Werte der sozialen Marktwirtschaft, insbesondere für freiheitliches Unternehmertum, einsetzt. Des Weiteren ist Stefan Messer Mitglied im Präsidium und Vorstand des Ostasiatischen Vereins (OAV) sowie Vorsitzender des Länderausschusses Thailand.

Wirtschaftliches Engagement in Verbänden
Messer Group ist Mitglied des Europäischen Industriegaseverbands EIGA. Der Verband mit Sitz in Brüssel repräsentiert fast alle europäischen Unternehmen, die technische, medizinische und Lebensmittelgase produzieren und vertreiben. Gemeinsam arbeiten die Verbandsmitglieder daran, den höchstmöglichen Standard in Sachen Sicherheit und Umweltschutz bei der Produktion, dem Transport und der Anwendung von Gasen zu erzielen. Zu Beginn jedes Arbeitstreffens im Rahmen der EIGA wird auf die Einhaltung der „EIGA anti-trust meeting rules“ hingewiesen. Messer ist ebenfalls Mitglied im Verband IOMA, International Oxygen Manufacturers Association, im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft und im Ostasiatischen Verein (OAV). In allen Führungsgremien dieser Verbände sind Mitarbeiter von Messer vertreten.

Messer Group ist Mitglied im Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS e.V.). DVS ist ein technisch-wissenschaftlicher, gemeinnütziger Verband mit Sitz in Düsseldorf. Außerdem engagiert sich Messer in dem Verband „Die Familienunternehmer e.V.“, im FBN Family Business Network sowie in der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V. 

Mitarbeiter von Messer engagieren sich in Fachausschüssen, betreuen Forschungsprojekte und knüpfen bzw. pflegen Kontakte in technologisch anspruchsvollen Fachkreisen. Die Tochtergesellschaften sind lokal in unterschiedlichen Industrieverbänden engagiert. Die Gesellschaften von Messer engagieren sich darüber hinaus in ihren Regionen innerhalb von Organisationen.

Messer Compliance Management System

Mit dem Messer Compliance Management System (Messer CMS) haben wir in 2010 ein Organisationskonzept implementiert, welches das Wertesystem von Messer beschreibt und dessen praktische Umsetzung sowie darauf bezogene Verantwortlichkeiten definiert. Es stellt einen verbindlichen Handlungsrahmen zur Bewältigung von Interessenkonflikten und zur Einhaltung von geltenden Gesetzen, regulatorischen Vorschriften und die über- bzw. innerbetrieblichen Regelwerke in allen Geschäftsbereichen von Messer dar. Das Messer CMS wird von einem klaren Bekenntnis der Geschäftsführer und Führungskräfte getragen. Als Wertesystem dient es dem Ziel, ein von Fairness, Solidarität und Vertrauen getragenes Verhältnis zu unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern sowie zu unseren Mitbewerbern, zu der Öffentlichkeit und zu den Medien zu schaffen, Interessenkonflikte zu bewältigen und die dazu erforderliche Einhaltung von geltenden Gesetzen, regulatorischen Vorschriften und über- bzw. innerbetrieblichen Regelwerken in allen Geschäftsbereichen von Messer sicherzustellen. Das dafür entwickelte CMS unterstützt die Verantwortlichen bei der Einrichtung und Umsetzung und soll zudem Verstöße gegen den Messer-Kodex möglichst schon im Vorfeld verhindern.

Messer-Kodex
Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH hat die Grundsätze für das Organisationskonzept in einem Regelwerk („Messer-Kodex“) zusammengefasst. Der Messer-Kodex steht für eine aktive Corporate Governance im Sinne einer guten Geschäftsführung und soll allen Mitarbeitern unter Beachtung des Messer-Unternehmensleitbildes als Orientierungshilfe für ihre tägliche Arbeit dienen. Die Geschäftsführer haben durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter freien Zugang zu dem Messer-Kodex haben und darüber informiert sind, wo und wie der Messer-Kodex eingesehen werden kann.

Der Messer Code of Conduct ist das zentrale Dokument des Messer-Kodex. Er wird durch Guidelines sowie die sonstigen verbindlichen internen Regelungen ergänzt und konkretisiert.

Unsere Mitarbeiter sind verpflichtet, bei der Ausübung ihrer Tätigkeit die für sie maßgeblichen Gesetze und Regeln des Messer-Kodex zu befolgen.

Wir erwarten auch von unseren Geschäftspartnern, Kunden und sonstigen Parteien, mit denen Messer zusammenarbeitet, dass sie geltendes Recht und die Grundsätze des Messer-Kodex beachten.

Compliance-Verantwortliche
Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH trägt die Verantwortung für die Überwachung des Messer CMS. Dieses Organisationskonzept ist für alle Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter der Messer Gruppe verbindlich.

Die lokalen Geschäftsführer sind unter Beachtung geltender gesetzlicher Bestimmungen dafür verantwortlich, dieses Organisationskonzept in der eigenen Landesgesellschaft umzusetzen und dessen Beachtung sicherzustellen. Zur Unterstützung der Geschäftsführer sowie der Aufsichtsgremien hat die Geschäftsführung der Messer Group GmbH einen Chief Compliance Officer (CCO) bestimmt. Hinzukommen die von den Regionalleitern in Abstimmung mit den jeweiligen Landesgeschäftsführern ernannten Landes Compliance Officer (LCO). Ergänzt wird die Gruppe der Compliance Officer durch die zentralen Fachbereichsverantwortlichen im Corporate Office als (fach-)bereichsbezogene Compliance Officer (BCO). Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH hat die allgemeinen Aufgaben, Rechte und Pflichten der Compliance Officer in einer Compliance Officer Richtlinie festgelegt.

Den Geschäftsführern, Führungskräften, dem CCO, den LCO’s und BCO’s kommt eine Vorbildfunktion zu. Von ihnen wird ein hohes Maß an sozialer und ethischer Kompetenz erwartet. Die Geschäftsführer und Führungskräfte haben ihr Handeln auf eine angemessene Organisation, Führung, Kommunikation, Auswahl, Aufsicht und Anleitung auszurichten. Darüber hinaus sind sie dem Schutz von Kunden, Mitarbeitern und Umwelt verpflichtet. In diesem Zusammenhang ist ihr klares Bekenntnis zu sauberem, rechtskonformem Wirtschaften genauso unerlässlich wie rechtswidrige Praktiken zu verhindern und zu ahnden.

Schulungsprogramm
Neben Präsenzschulungen werden Webinare und E-Learnings zu ausgewählten, den Messer-Kodex betreffenden Themen, durchgeführt. Die zentralen Fachabteilungen und die lokalen Geschäftsführungen und Fachabteilungen bestimmen grundsätzlich die Schulungsinhalte und die zu schulenden Mitarbeiter. Sie übernehmen die Ausgestaltung und Durchführung der Schulungen, bei Bedarf unterstützt durch externe Dienstleister, und stellen deren ordnungsgemäße Dokumentation sicher.

Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH kann Schulungen und Schulungsinhalte sowie den damit zu schulenden Mitarbeiterkreis verbindlich vorgeben.

Berichtswesen und Auditierung
Durch die Group Guidelines, die weitgehend vereinheitlichten Satzungen, die Geschäftsordnungen für die Geschäftsführung der (Landes-)Gesellschaften, einen Zustimmungs- und Informationskatalog, der die Entscheidungsverantwortung zwischen lokaler Geschäftsführung und seinen Gremien, der Regionalleitung, der zentralen Geschäftsleitung und -führung sowie dem Aufsichtsrat der Messer Group GmbH festlegt, die Unterschriftenregelungen, die dem Vier-Augen-Prinzip folgen, und bestimmte Vorgaben aus den Zentralbereichen sind bedeutende geschäftliche Sachverhalte durch ein definiertes Genehmigungsverfahren und Berichtswesen geregelt.

Zudem werden in regelmäßigen Zusammenkünften auf lokaler oder regionaler Ebene oder in Fachbereichstreffen Themen diskutiert und abgestimmt, Erfahrungen und Informationen ausgetauscht und berichtet.

Die wesentlichen Prozessabläufe sind bei Messer definiert und oftmals zertifiziert (z. B. ISO, GMP). Zur Einhaltung des Messer-Kodex wird auf die bereits bestehenden Organisationsstrukturen zurückgegriffen. Verantwortlich sind unmittelbar die einzelnen Fachabteilungen, die Regionalverantwortlichen und die Geschäftsführungsorgane. Damit wird die eigenverantwortliche Umsetzung und Einhaltung des Messer-Kodex für den jeweiligen Verantwortungsbereich sichergestellt.

In regelmäßigen Intervallen führt das Internal Audit, unterstützt durch Corporate Legal und Vertreter anderer Fachabteilungen, mehrtägige Revisionen in allen Landesgesellschaften durch. Dabei werden auch für den Messer-Kodex relevante Sachverhalte (z. B. Satzungen, Geschäftsordnungen, Unterschriftenregelungen, durchgeführte Schulungen, Beachtung des Berichtswesens etc.) einer näheren Prüfung unterzogen. Einzelne Fachabteilungen führen darüber hinaus detaillierte Audits durch (z. B. SHEQ, Medical, IT). Feststellungen und Verbesserungsvorschläge werden in einem Bericht festgehalten, welcher der Geschäftsführung der Messer Group GmbH übergeben wird. Die Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen wird in einem zeitlich bestimmten Rahmen durch Anschlussaudits überprüft.

Alle drei Monate werden anhängige und angedrohte/anstehende Rechtsstreitigkeiten ab einem bestimmten Wert/Risiko zentral abgefragt und inhaltlich bezüglich Sachverhalt, Streitwert, Prozessstand, Prozessrisiko und gegebenenfalls zu bildender oder gebildeter Rückstellungen erfasst. Die Geschäftsführer/LCO‘s und BCO‘s sind verpflichtet, den CCO über den Verdacht eines schwerwiegenden Verstoßes gegen den Messer-Kodex zu informieren. Der CCO berichtet der Geschäftsführung der Messer Group GmbH und dem Aufsichtsrat regelmäßig, und auf Anfrage im Einzelfall über ihm gemeldete schwerwiegende Verstöße gegen den Messer-Kodex, zeitnah, ansonsten einmal jährlich.

Ebenfalls einmal im Jahr melden alle Landesgesellschaften und Zentralabteilungen an den VP Internal Audit relevante Sachverhalte für den Risikobericht. Dieser wird in der Geschäftsführung der Messer Group GmbH diskutiert, die gegebenenfalls weitere daraus resultierende Maßnahmen beschließt. Der Aufsichtsrat der Messer Group GmbH erhält diesen, und bei Bedarf weitergehende Erklärungen dazu zur Information.

Meldewesen bei Compliance-Verstößen sowie begründeten Verdachtsfällen
Die Geschäftsführer und Führungskräfte müssen ihren Verantwortungsbereich dergestalt organisieren, dass ihnen Berichte der Mitarbeiter über die Verletzung von geltendem Recht oder des Messer-Kodex („Compliance-Verstöße“) sowie begründete Verdachtsfälle jederzeit zugehen können, um eine umgehende Abhilfe sicherzustellen.

Im Rahmen des Meldewesens ist ein Bericht zu erstellen, der die Reaktion auf festgestellte Compliance-Verstöße aufführt. Dazu gehört eine Beschreibung, wie der Vorfall untersucht wurde, die Festlegung der Konsequenzen des festgestellten Fehlverhaltens sowie die Entscheidung über das weitere Vorgehen.

Die Geschäftsführer haben durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter darüber informiert sind, wie und an wen Verstöße gegen den Messer-Kodex gemeldet werden sollen, einschließlich der öffentlichen Bekanntmachung der telefonischen Hotline und der Compliance-E-Mail-Adresse. Im Jahr 2018 sind insgesamt 71 Verdachtsfälle zu Compliance-Verstößen gemeldet worden (Vorjahr: 69 Verdachtsfälle). Davon entfallen 20 auf die Region Westeuropa, 19 auf die Region Südosteuropa, 9 auf Zentraleuropa und 23 auf Asien.

Group Guidelines, Katalog Zustimmungspflichtiger Sachverhalte und Legal Manual überarbeitet
Die Geschäftsführung der Messer Group GmbH hat in 2018 eine überarbeitete Version der Group Guidelines verabschiedet. Neugefasst wurden die Teile „Rechtsangelegenheiten“ (und darin das „Legal Manual“), „SHEQ – Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualitätsmanagement“ und „Medizinische, Pharmazeutische und Lebensmittelgase“. Zudem wurden Definitionen und Übersetzungen korrigiert sowie einzelne Textteile in der Reihenfolge umgestellt. Die Änderungen sollen zu einer besseren Verständlichkeit der einzelnen Abschnitte und der Group Guidelines im Gesamten führen.

Der Katalog Zustimmungspflichtiger Sachverhalte (vorher: Zustimmungskatalog für das Aufsichtsgremium) wurde ebenfalls neu gefasst. Neben den Anforderungen der Aufsichtsgremien werden nun auch die Zustimmungs- und Informationspflichten an weitere Gremien und Personen (insbesondere Regionalleiter und Geschäftsleitung) mit den jeweils anwendbaren Schwellenwerten tabellarisch dargestellt. 

Änderungen in der Einkaufspolicy von Messer Group
Die Einkaufspolicy von Messer Group wurde dahingehend ergänzt, dass bei der Auswahl und der Auditierung von Lieferanten ab sofort die Prinzipien zu beachten sind, wie sie im “UN Global Compact“ verankert sind.

Der UN Global Compact ist die weltweit größte Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. In seinem Fokus stehen Kernthemen, wie Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz sowie Korruptionsprävention, auf deren Einhaltung ausdrücklich auch im „Messer Code of Conduct“ von Messer Group verwiesen wird.

Neue Verpflichtungserklärung und neues Handbuch für Lebensmittelsicherheit
Im Rahmen ihres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses hat die Geschäftsleitung der Messer Group GmbH innerhalb des Compliance Management System (CMS) in 2018 eine Neufassung des „Food Safety Commitments“ und ein neues „Handbuch für Lebensmittelsicherheit“ als verbindliche CMS-Dokumente verabschiedet. Das neue Handbuch führt die Verpflichtungen des „Food Safety Commitment“ und der „Messer Group Guidelines“ im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit weiter aus und legt die besonderen Anforderungen fest, die Messer an die Lebensmittelsicherheit stellt. Es dient zur Unterstützung der Messer-Gesellschaften bei der Erfüllung ihrer grundlegenden lebensmittelrechtlichen Pflichten.

Corporate Design Manual auszugsweise Compliance-relevant
Design-Anpassungen und die Integration neuer Bereiche machten eine Überarbeitung des für Messer gültigen Corporate Design Manuals (CD Manual) notwendig. Neu ist, dass ab sofort nicht mehr das komplette Regelwerk Compliance-relevant ist: Stattdessen wurde in 2018 beschlossen, einen Auszug des Handbuchs als rechtsverbindliches Compliance-Dokument zu verabschieden. Seine Inhalte behandeln die Richtlinien zur Nutzung des Messer-Logos sowie zu Behälter- und Fahrzeugbeschriftungen. Diese auf das Unabdingbare konzentrierte Regelung verringert den bisherigen hohen Abstimmungs- und Genehmigungsaufwand bei jeder einzelnen Änderung.

Reputation des Unternehmens und Markenbekanntheit

Unsere Marke setzt sich aus dem Namen der Familie Messer sowie dem Zusatz „Gases for Life“ zusammen und wird zur weltweiten Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen eingesetzt. Mit einer positiven Aufladung unserer Marke möchten wir langfristig Wettbewerbsvorteile durch emotionale Markenbildung erzielen.

Zwischen 2013 und 2018 haben wir dazu regelmäßig die Reputationswerte der Marke Messer sowie die Medienresonanz in Deutschland ausgewertet. Die Markenbekanntheit haben wir mittels einer telefonischen Befragung von circa 1.000 Privatpersonen in ausgewählten deutschen Städten gemessen.

Die Markenbekanntheit messen wir stets nach einem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Für das Geschäftsjahr 2018 verzichteten wir aufgrund neuer datenschutzrechtlicher Bestimmungen auf die Befragung von Privatpersonen und haben stattdessen erstmalig eine entsprechende B2B-Positionierungsbefragung initiiert. Dabei wurden 4.000 Unternehmen ausgewählter Branchen in den Städten Bad Soden am Taunus, Duisburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Krefeld, Siegen und München befragt. 
 

 

Insgesamt wurden 795 Antworten von Unternehmen der Branchen Automobilzulieferer, Chemie, Forschung, Metallverarbeitung, Pharmazie, Schweißereien und Zellstoff/Papier generiert. 23 % der Unternehmen setzen nach Kenntnisstand der Befragten Industriegase ein; 18 % setzen keine Industriegase ein. 59 % der Befragten konnten hierzu keine Angabe machen. Bei der ungestützten Befragung „Welcher Hersteller von Industriegasen ist Ihnen bekannt?“ haben 17 % Messer als Anbieter genannt; nur ein deutscher Wettbewerber erzielte mit 20 % einen leicht höheren Wert. Bei der gestützten Frage „Ist Ihnen Messer als Hersteller von Industriegasen bekannt?“ antworteten 24 % mit ja. Messer genießt bei Automobilzulieferern, Schweißereien und in der Metallverarbeitung den höchsten Bekanntheitsgrad; wenig bekannt ist Messer als Hersteller von Industriegasen in den Bereichen Pharmazie und Zellstoff/Papier. 14 % der befragten Unternehmen nehmen Messer als einen Marktführer im Bereich Industriegase wahr. 79 % konnten dazu keine Einschätzung abgeben. Vor allem durch Werte in den Städten Krefeld, Siegen und Frankfurt wird Messer als sympathisch empfunden (14%). 86 % haben keine Einschätzung dazu abgegeben.

Ende des Jahres 2017 wurden 1.068 Privatpersonen zum Bekanntheitsgrad von Messer gefragt. Zu der Zeit erreichte Messer bei der ungestützten Befragung einen Wert von 12,8 %.

Offene Kommunikation mit unseren Stakeholdern

Die Basis einer guten Beziehung, die von Nähe und Vertrauen zeugt, kann nur mit einer offenen Kommunikation geschaffen werden. Daher ist uns der regelmäßige Kontakt mit Kunden, Lieferanten, Partnern, Mitarbeitern, Industriebetrieben oder Organisationen, mit den Medien, unseren Nachbarn, der breiten Öffentlichkeit aber auch der Netzgemeinde – und nicht zu vergessen mit unseren geschätzten Pensionären – wichtig. So verschieden die Ansprüche unserer Stakeholder sind, so vielfältig sind auch die Kommunikationswege. Informationen über die Marke Messer, die Produkteigenschaften oder spezielle Technologien und Services müssen adäquat aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Messer nutzt dazu verschiedene Kanäle.

Die Instrumente der externen Kommunikation nehmen bei Messer einen gleich hohen Stellenwert wie die der internen Kommunikation ein. Zur externen Kommunikation werden das Corporate Internet, die Internetauftritte unserer Landesgesellschaften und Fachabteilungen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Messeauftritte und Ausstellungen, Imagebroschüren, Geschäftsberichte, Sponsoring und ein vierteljährlich erscheinendes Kundenmagazin „Gases for Life“ sowie der gleichnamige Internet-Auftritt www.GasesforLife.de genutzt. Für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit pflegt Messer einen engen Kontakt zur regionalen Presse sowie zur Wirtschafts- und Fachpresse.

Messer Group hat die Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2018 vor allem in den Sozialen Medien wie Facebook und Twitter noch einmal verstärkt, doch auch in den klassischen Medien hohe Reichweiten erzielt.

Im Laufe des Jahres wurden 30 eigene Presseinformationen lanciert. 

Die Medienresonanzanalyse zeigt, dass Messer mit Publikationen in unabhängigen Online- und Printmedien eine Bruttoreichweite von 901,8 Millionen Personen erzielt hat. Im Jahr 2017 wurden brutto 54,9 Millionen Personen erreicht. Medienreichweiten werden nach einheitlichen Kriterien von unabhängigen Fachagenturen ermittelt, um vergleichbar zu sein. Die Bruttoreichweite gibt die Anzahl der möglichen Kontakte an und errechnet sich unter anderem nach den Auflagen und Abrufzahlen der Medien. Der sehr starke Anstieg der Bruttoreichweite in 2018 ist vor allem dadurch entstanden, dass Messer in den Berichterstattungen zur Fusion unserer Wettbewerber Linde AG und Praxair, Inc. als Interessent für die im Zuge des Zusammenschlusses kartellrechtlich zu veräußernden Anteile genannt wurde. Auch unsere eigenen Publikationen sind auf größeres Interesse in den Medien gestoßen. Dabei waren in 2018 wie im Jahr zuvor 100 % der über Messer veröffentlichten Berichte positiv und haben den Inhalt unseres geschäftlichen Handelns richtig wiedergegeben. 

Im Bereich der Sozialen Medien haben wir unsere Aktivitäten im Jubiläumsjahr verstärkt und insbesondere mit der wöchentlichen Publikation unserer Geschichte unter dem Hashtag MesserStory auf Facebook und Twitter große Reichweiten erzielt. So verzeichneten wir beim Informationsdienst Twitter im Schnitt etwa 20.000 Zugriffe monatlich auf unseren Kanal. Diese spezielle Form von History Marketing wurde von einer studentischen Arbeitsgruppe der Goethe-Universität in Frankfurt als Best Practice Vorlage für einen Workshop in dem Fachbereich Geschichte genutzt.

Im Bereich der internen Kommunikation kommunizieren wir aktuelle strategische Informationen über einen gruppenweiten Newsletter. Unser Mitarbeitermagazin erscheint drei Mal im Jahr mit den Hauptrubriken Menschen, Projekte und Strategie. Alle Informationen der Fachabteilungen, sämtliche interne Newsletter oder Presseberichte stellen wir über ein gruppenweites Intranet „MesserNet“ in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Seit Januar 2018 wird das Intranet in einer Portallösung betrieben. Das Portal erlaubt Personalisierungen, bietet ein integriertes Content- und Dokumenten-Management und ermöglicht die Beteiligung an Blogs und Foren. 

China: Neue WeChat-Unternehmenspräsenz
Im März 2018, unmittelbar nach dem chinesischen Neujahrsfest, startete Messer China seine neu eingerichtete WeChat-Unternehmenspräsenz. Über diese Plattform gelangen seither regelmäßig interessante Informationen an ausgewählte Zielgruppen oder an die Öffentlichkeit. Dazu gehören Nachrichten aber auch Wissenswertes zum Unternehmen, zu Anwendungen oder zu den Gasen. Innerhalb von zwei Monaten gewann die WeChat-Präsenz von Messer China mehr als 1.000 Follower. Ein Grund für diesen Erfolg ist die enge Zusammenarbeit mit dem WeChat-Team von Messer Cutting Systems China: Wichtige Inhalte, wie beispielsweise die chinesische Fassung der „Messer Story“ und relevante Neuigkeiten, werden zeitgleich veröffentlicht, was Wirkung und Reichweite des Informationsangebotes vergrößert.

Aufnahme in die „Hall of Fame der Familienunternehmen“
Stefan Messer wurde am 16. Januar 2019 in einer feierlichen Zeremonie in München vor rund 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in die „Hall of Fame der Familienunternehmen“ aufgenommen. Mit der Auszeichnung ehrt die deutsche Wirtschaftszeitschrift Handelsblatt jedes Jahr zusammen mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG und der Stiftung Familienunternehmen herausragende Persönlichkeiten aus Familienkonzernen und mittelständischen Firmen. Stefan Messer nahm den Preis für nachhaltiges Unternehmertum entgegen, insbesondere für die positive Entwicklung von Messer seit der Rückführung in Familienhand.

AXIA-Award „Best Managed Companies“
Messer Group konnte sich 2018 in der Bewerbungsphase um den Axia-Award „Best Managed Companies“ für die Finalrunde qualifizieren. In einem nächsten Schritt wird Messer Group in 2019 an einer „Axia BMC Coaching Session“ teilnehmen, um die wesentlichen Stärken, Potenziale und Herausforderungen des Unternehmens in den vier inhaltlichen Kernbereichen Strategie, Produktivität & Innovation, Kultur & Commitment sowie Governance & Finanzen herauszuarbeiten. Eine Preisverleihung wird in 2019 erwartet.

Rating-Zertifikat in der Schweiz
Die Wirtschaftsauskunftei Bisnode D&B Schweiz AG verlieh Messer in der Schweiz im Jahr 2018 zum achten Mal in Folge ein „Bonität-Rating Certificate“ mit dem „Risikoindikator 1“, der für ein minimales Ausfallrisiko steht. Nur zwei Prozent aller Firmen in der Schweiz erfüllen die Bedingungen für diese beste Kategorie. Das Zertifikat zeichnet 

Messer in der Schweiz als einen vertrauenswürdigen, zuverlässigen, wirtschaftlich gesunden und stabilen Geschäftspartner aus. Bisnode D&B ist Partner im Netzwerk von Dun & Bradstreet, dem weltweit größten Dienstleister für Business-to-Business-Wirtschaftsinformation. 

Handelskammer ehrt Messer Schweiz
Messer in der Schweiz wurde 2018 von der Handelskammer Deutschland-Schweiz für seine 25-jährige Mitgliedschaft und seine besonderen Verdienste als aktives Kammermitglied um die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland geehrt. Stefan Messer unterstützt die Aktivitäten der Handelskammer Deutschland-Schweiz in seiner Funktion als Mitglied des Vorstandes. 

TOP 100 in Bosnien-Herzegowina
Im September 2018 zählte Messer BH Gas im Ranking von „Poslovne novine“, einem führenden Wirtschaftsmagazin in Bosnien-Herzegowina, zu den 100 größten Unternehmen des Jahres 2017 in Bosnien-Herzegowina. Basis des Rankings für Unternehmen waren der Jahresumsatz, das Ergebnis, die Exportwerte sowie Investitionen. Diese Auszeichnung gilt als Erfolgsnachweis; sie bekräftigt auch die Verpflichtung der Unternehmen für ihre Weiterentwicklung gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Das Ranking ist zudem ein Signalgeber für potenzielle Investoren, zur Chancen-Erkennung und zur Realisierung neuer Projekte in Bosnien-Herzegowina.

Ausgezeichnet als „Arbeitgeber – sicherer Arbeitsorganisator“
Im Oktober 2018 wurde unsere Tochtergesellschaft Eloros mit Produktionsstandort in Rybnik, Polen, mit einer Statue im Rahmen des 25. Wettbewerbs „Arbeitgeber – betriebssicherer Arbeitsorganisator“ in der Kategorie Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern ausgezeichnet. Organisator des jährlich ausgetragenen Wettbewerbs auf regionaler Ebene ist die Staatliche Arbeitsaufsichtsbehörde. Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, Unternehmen zu fördern, die hohe Arbeitssicherheits- und Gesundheitsstandards für Mitarbeiter gewährleisten und das gültige Arbeitsrecht einhalten. 

Ausgezeichnete Sicherheit
Messer hat vom Europäischen Industriegaseverband EIGA anlässlich der Sommertagung im Juni 2018 in Riga, Lettland, sechs Sicherheitsauszeichnungen für vorbildliche Arbeitssicherheit entgegengenommen (siehe Kapitel Sicherheit).

Erneute Vergabe des FEIQUE Safety Awards
Im Juni 2018 erhielt Messer Ibérica erneut den „FEIQUE Safety Award“ in Anerkennung hervorragender Ergebnisse bei der Verhütung von Arbeitsunfällen. An allen Produktionsstandorten der spanischen Messer-Gesellschaft wurde im Jahr 2017 während der 210.005 geleisteten Arbeitsstunden unfallfrei gearbeitet. Die Preisverleihung erfolgte durch den Direktor des Nationalen Instituts für Arbeitssicherheit und Gesundheit (INSSBT) und den Vorsitzenden der FEIQUE-Sicherheitskommission. Der Verbund der spanischen Chemieindustrie FEIQUE verleiht jährlich Sicherheitsauszeichnungen, um das Engagement und die von den Unternehmen der Branche eingesetzten Ressourcen zu würdigen, die der Gewährleistung der Sicherheit ihrer Mitarbeiter dienen. Messer Ibérica konnte den Preis bereits zum siebten Mal entgegennehmen. 2018 verzeichnete die Gesellschaft 15 Jahre unfallfreies Arbeiten am Standort ihrer Luftzerlegungsanlage in Vilaseca sowie zehn Jahre mit null Unfällen am Luftzerlegungsstandort in El Morell.